Eindimensionale Story im Hera-Lind-Stil
Johannes wurde als Kind einer deutschen Mutter und eines französischen Besatzungssoldaten geboren. Als er zwei Jahre alt ist, wird von den französischen Behörden im Rahmen des Programmes „Kinder des Staates“ seiner Mutter gegen ihren Willen entzogen und in Frankreich zur Adoption freigegeben. 78 Jahre später ist Johannes, der in Frankreich als André aufwuchs und inzwischen in Kalifornien als Winzer lebt, immer noch auf der Suche nach seinen Wurzeln und bittet seine Enkelin Maya um Hilfe.
Ich wurde durch dieses Buch erstmals auf diese Thematik aufmerksam und habe mir einen sorgfältig recherchierten historischen Roman erhofft, der sich eingehend mit den Hintergründen und Folgen dieser Kindesentziehungen im Namen des französischen Staates befasst. Leider wurde ich hier sehr enttäuscht. Die Geschichte wird im Hera-Lind-Stil oberflächlich und völlig vorhersehbar erzählt, die Charaktere bleiben eindimensional. Der Großteil des Buches widmet sich dem Weinanbau und seinen Herausforderungen durch den Klimawandel in den USA. Nun ist der Klimawandel grundsätzlich ein wichtiges Thema, lenkt hier aber völlig von der eigentlichen Geschichte ab, die zwischen Winzerei, Mayas Eheproblemen und einer seichten Liebelei fast zur Nebensächlichkeit wird. Fazit: Ernüchternd.
Ich wurde durch dieses Buch erstmals auf diese Thematik aufmerksam und habe mir einen sorgfältig recherchierten historischen Roman erhofft, der sich eingehend mit den Hintergründen und Folgen dieser Kindesentziehungen im Namen des französischen Staates befasst. Leider wurde ich hier sehr enttäuscht. Die Geschichte wird im Hera-Lind-Stil oberflächlich und völlig vorhersehbar erzählt, die Charaktere bleiben eindimensional. Der Großteil des Buches widmet sich dem Weinanbau und seinen Herausforderungen durch den Klimawandel in den USA. Nun ist der Klimawandel grundsätzlich ein wichtiges Thema, lenkt hier aber völlig von der eigentlichen Geschichte ab, die zwischen Winzerei, Mayas Eheproblemen und einer seichten Liebelei fast zur Nebensächlichkeit wird. Fazit: Ernüchternd.