Eine bisher recht unbekannte, traurige Facette der Nachkriegszeit
Das Buch beleuchtet ein recht unbekanntes Thema der deutsch-französischen Nachkriegszeit: die Kinder französischer Besatzungssoldaten und deutscher Frauen, die ihren Müttern entrissen und nach Frankreich zur Adoption gegeben wurden.
Die Geschichte wird sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Beide Zeitstränge fand ich gelungen miteinander verwoben.
Sprachlich sehr einfühlsam schafft es die Autorin, die Lebensrealität der Nachkriegszeit abzubilden, sei es das Zusammenleben mit den französischen Besatzern, die Nahrungsknappheit oder auch die psychischen Nachwirkungen des Krieges. Gerade die Vergangenheitsperspektiven haben mich emotional sehr berührt. Besonders schockiert hat mich das „Sortieren“ der Kinder, nachdem sie ihren Müttern weggenommen wurden.
Ein Großteil der Gegenwart dreht sich um das Nappa Valley, Weinanbau und -herstellung. Die Autorin schreibt dabei indirekt ein bisschen ihre eigene Lebensgeschichte auf und lenkt zudem das Augenmerk auf jährlich wiederkehrende Brände in Kalifornien und damit den Klimawandel. Leider ist Wein überhaupt kein Thema, das mich interessiert, weswegen mir das an mancher Stelle etwas zu viel wurde.
Generell hätte ich gerne mehr über Liese, ihr Leben bzw. allgemein die Situation der deutsch-französischen Kinder und weniger über Mayas Probleme gelesen.
Insgesamt kann ich das Buch aber nur empfehlen, selbst wenn man schon viele Bücher über die Kriegs- bzw. Nachkriegszeit gelesen hat.
Die Geschichte wird sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Beide Zeitstränge fand ich gelungen miteinander verwoben.
Sprachlich sehr einfühlsam schafft es die Autorin, die Lebensrealität der Nachkriegszeit abzubilden, sei es das Zusammenleben mit den französischen Besatzern, die Nahrungsknappheit oder auch die psychischen Nachwirkungen des Krieges. Gerade die Vergangenheitsperspektiven haben mich emotional sehr berührt. Besonders schockiert hat mich das „Sortieren“ der Kinder, nachdem sie ihren Müttern weggenommen wurden.
Ein Großteil der Gegenwart dreht sich um das Nappa Valley, Weinanbau und -herstellung. Die Autorin schreibt dabei indirekt ein bisschen ihre eigene Lebensgeschichte auf und lenkt zudem das Augenmerk auf jährlich wiederkehrende Brände in Kalifornien und damit den Klimawandel. Leider ist Wein überhaupt kein Thema, das mich interessiert, weswegen mir das an mancher Stelle etwas zu viel wurde.
Generell hätte ich gerne mehr über Liese, ihr Leben bzw. allgemein die Situation der deutsch-französischen Kinder und weniger über Mayas Probleme gelesen.
Insgesamt kann ich das Buch aber nur empfehlen, selbst wenn man schon viele Bücher über die Kriegs- bzw. Nachkriegszeit gelesen hat.