Heimatlos
Das Buch von Melanie Levensohn handelt von einem dunklen Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte. Da gab es eine Zeit, in der von französischen Besatzungssoldaten gezeugte Kinder den deutschen Müttern weggenommen wurden, um sie in Frankreich zur Adoption freizugeben. Eines dieser Kinder war Johannes, der als Andre in Frankreich aufwuchs, dort aber nicht glücklich wurde und als Jugendlicher nach Napa Valley ausgewandert ist, um Winzer zu werden.Mit 80 Jahren schickt er seine Enkelin nach Deutschland, um seine Wurzeln zu finden. Ein hoch interessantes Thema, das gut recherschiert wurde. Es hat mir zusätzlich gut gefallen, der in der Gegenwart spielende Teil des Buches sich mit den Klimaveränderungen und deren Auswirkungen auf den Weinanbau in Kalifornien beschäftigt. Man merkt, das die Autorin eigene Erfahrungenaus ihrem Leben dort einfließen lassen konnte.