Herzen ohne Grenzen
Herzen ohne Grenzen ist ein deutsch-französischer Verein, dessen Aufgabe es ist, Menschen zu helfen ihre Eltern wiederzufinden. Melanie Levensohn, Deutsch-Amerikanerin, erzählt eine berührende Geschichte über den fast 80jährigen André, einem Winzer aus Napa Valley, dem ein furchtbares Schicksal widerfahren ist. Er ist das Kind einer 17jährigen Pfälzerin und eines französischen Besatzungssoldaten, der in die Familie der jungen Luise einquartiert wurde und ihr Herz im Sturm eroberte. Luise ist bereits schwanger, als er nach Algerien abkommandiert wird und steht als ledige Mutter mit einem Kind eines französischen Soldaten im Mittelpunkt von Spott und Verachtung. Aber es kommt noch schlimmer. Die Mütter dieser Kinder wurden gezwungen, ihre Rechte abzutreten und somit dem französischen Staat das Recht einzurämen, sie in Frankreich zur Adoption freizugeben, um somit die dezimierte eigene Bevölkerung wieder zu stärken. Johannes Kirchner wurde somit zu André, Adoptivsohn eines Winzers aus Burgund. Volljährig verlässt er Frankreich Richtung Kalifornien. Mit seiner Enkelin Maya teilt er da Interesse am ökologischen Weinbau und ein tiefes Verständnis für den Klimawandel. Maya macht sich auf seinen Wunsch hin auf die Suche nach seinen Wurzeln in der Pfalz. Mehr sei an der Stelle nicht verraten. Mich hat der Roman, der zwischen Kalifornien und der Pfalz spielt, aufgrund der mir unbekannten geschichtlichen Tatsache sehr fasziniert und emotional tief berührt.