Wenn die Vergangenheit nicht loslässt
Ein Kind zu verlieren und nicht zu wissen, ob man es jemals wiedersieht, ist für eine Mutter kaum zu ertragen. Liese muss dieses Schicksal erleben, als ihr kleiner Sohn Johannes im Jahr 1948 von ihr getrennt und nach Frankreich gebracht wird. Dabei hatte sie mit dem französischen Soldaten, den sie liebte, von einer gemeinsamen Zukunft in Paris geträumt. Doch dieser Traum zerbricht, und sie verliert auch ihren Sohn.
Der Roman führt in die Nachkriegszeit zurück und greift ein Kapitel der deutsch französischen Geschichte auf, das vielen Menschen kaum bekannt sein dürfte. Damals wurden die Kinder der französischen Besatzungssoldaten mit deutschen Frauen von ihren Müttern getrennt und nach Frankreich gebracht, wo sie unter neuen Namen zur Adoption freigegeben wurden. Was das für die betroffenen Familien bedeutete, wird am Schicksal von Liese und Johannes deutlich.
Johannes wächst in Frankreich als André auf und baut sich später in Kalifornien ein neues Leben als Winzer auf. Trotzdem lässt ihn die Trennung von seiner Mutter nie ganz los. Kurz vor seinem achtzigsten Geburtstag bittet er seine Enkelin Maya, nach Liese zu suchen. Maya macht sich auf die Suche nach den Spuren seiner Vergangenheit und stößt dabei auf vieles, das lange verborgen geblieben ist. Auch ihr eigenes Leben bekommt dadurch neue Bedeutung.
Es hat mir gefallen, wie die Autorin die verschiedenen Generationen miteinander verbindet. Die Suche nach der Mutter steht dabei ebenso im Mittelpunkt wie die Frage nach der eigenen Herkunft. Denn auch wenn viele Jahre vergangen sind, können frühe Erlebnisse einen Menschen ein Leben lang begleiten. Johannes hat sich ein eigenes Leben aufgebaut, doch die Ungewissheit über seine Mutter bleibt.
Liese, Johannes und Maya haben ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Trotzdem sind ihre Lebenswege eng miteinander verbunden. Gerade dieser Zusammenhang macht deutlich, wie weitreichend die Folgen einer solchen Trennung sein können. Die Geschichte zeigt auch, wie wichtig es ist, Antworten auf offene Fragen zu finden, selbst wenn man dafür weit in die Vergangenheit zurückgehen muss.
Ein bewegender Familienroman über verlorene Jahre, die Suche nach den eigenen Wurzeln und die Hoffnung, nach langer Zeit Antworten zu finden. Das Schicksal der Familie hat mich nachdenklich gemacht. 5 Sterne für eine Geschichte, die ein wenig bekanntes Kapitel der Nachkriegszeit aufgreift und zeigt, wie sehr die Vergangenheit bis in die nächste Generation hineinwirken kann.
Der Roman führt in die Nachkriegszeit zurück und greift ein Kapitel der deutsch französischen Geschichte auf, das vielen Menschen kaum bekannt sein dürfte. Damals wurden die Kinder der französischen Besatzungssoldaten mit deutschen Frauen von ihren Müttern getrennt und nach Frankreich gebracht, wo sie unter neuen Namen zur Adoption freigegeben wurden. Was das für die betroffenen Familien bedeutete, wird am Schicksal von Liese und Johannes deutlich.
Johannes wächst in Frankreich als André auf und baut sich später in Kalifornien ein neues Leben als Winzer auf. Trotzdem lässt ihn die Trennung von seiner Mutter nie ganz los. Kurz vor seinem achtzigsten Geburtstag bittet er seine Enkelin Maya, nach Liese zu suchen. Maya macht sich auf die Suche nach den Spuren seiner Vergangenheit und stößt dabei auf vieles, das lange verborgen geblieben ist. Auch ihr eigenes Leben bekommt dadurch neue Bedeutung.
Es hat mir gefallen, wie die Autorin die verschiedenen Generationen miteinander verbindet. Die Suche nach der Mutter steht dabei ebenso im Mittelpunkt wie die Frage nach der eigenen Herkunft. Denn auch wenn viele Jahre vergangen sind, können frühe Erlebnisse einen Menschen ein Leben lang begleiten. Johannes hat sich ein eigenes Leben aufgebaut, doch die Ungewissheit über seine Mutter bleibt.
Liese, Johannes und Maya haben ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Trotzdem sind ihre Lebenswege eng miteinander verbunden. Gerade dieser Zusammenhang macht deutlich, wie weitreichend die Folgen einer solchen Trennung sein können. Die Geschichte zeigt auch, wie wichtig es ist, Antworten auf offene Fragen zu finden, selbst wenn man dafür weit in die Vergangenheit zurückgehen muss.
Ein bewegender Familienroman über verlorene Jahre, die Suche nach den eigenen Wurzeln und die Hoffnung, nach langer Zeit Antworten zu finden. Das Schicksal der Familie hat mich nachdenklich gemacht. 5 Sterne für eine Geschichte, die ein wenig bekanntes Kapitel der Nachkriegszeit aufgreift und zeigt, wie sehr die Vergangenheit bis in die nächste Generation hineinwirken kann.