Die Mauer in unseren Köpfen

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mamaliest Avatar

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Ich muss sagen, dass mir schon "vielleicht" zu bemüht-gewollt-moralisch daherkam. Die Bilder sehr ansprechend, aber inhaltlich hat es mich nicht so abgeholt und ich habe es weiterverschenkt. Bei diesem Buch erkennt man den Stil wieder: Es ist sehr "bedeutungsschwer" und ein bisschen zu sehr in your face--plump. ABER: Das ist meine subjektive Meinung. Ich denke, dass das Buch, genau wie der Vorgänger "vielleicht", sehr gut ankommt und für Kinder auch wirklich gut funktioniert. Wirklich gefallen hat mir die Metapher der wachsenden Mauer - anfangs ist sie noch eher klein, tief, wird aber mit jedem Verfestigen der Vorurteile höher. Das ist anschlussfähig für Kinder, auch die Idee, dass sich dahinter irgendwas ganz Komisches befindet statt normaler Menschen. Einerseits also völlig vorhersagbar als Geschichte, andererseits aber ein guter Ansatzpunkt, um Kindern eine Idee von Vorurteilen, Mauern im Kopf und der Tatsache zu vermitteln, dass wir unabhängig von unserem Aussehen, Religionszugehörigkeit etc. doch einfach alle nur Menschen sind.