Leonardos Trauer und Geheimnisse
Was für ein stiller Einstieg und trotzdem zieht er einen sofort rein. Leonora putzt einen Tatort, bevor die Polizei richtig da ist, aus purem Reflex, aus 45 Jahren Gewohnheit. Das hat etwas fast Komisches, aber gleichzeitig stimmt es einen melancholisch. Diese Frau ist so unsichtbar, dass selbst ein Mord sie erst mal zur Arbeit bringt.
Der Schreibstil gefällt mir sehr, knapp, präzise, ohne jede Sentimentalität – und genau das macht die Momente umso wuchtiger, wenn sie doch kurz aufblitzen. Die Szene auf dem Friedhof am Geburtstag, der Kaschmirpullover vom Sohn Sebastian, der seit fast dreißig Jahren gestopfte Löcher hat, da sitzt mehr Trauer drin als in einem ganzen Trauerroman.
Ich bin neugierig, was Leonora wirklich weiß und was sie verschweigt. Sie wirkt wie jemand, der alles gesehen hat und gelernt hat, damit still zu werden.
Der Schreibstil gefällt mir sehr, knapp, präzise, ohne jede Sentimentalität – und genau das macht die Momente umso wuchtiger, wenn sie doch kurz aufblitzen. Die Szene auf dem Friedhof am Geburtstag, der Kaschmirpullover vom Sohn Sebastian, der seit fast dreißig Jahren gestopfte Löcher hat, da sitzt mehr Trauer drin als in einem ganzen Trauerroman.
Ich bin neugierig, was Leonora wirklich weiß und was sie verschweigt. Sie wirkt wie jemand, der alles gesehen hat und gelernt hat, damit still zu werden.