davon hatte ich mir mehr erwartet
Die Auster – Yael Inokai
Dies ist ein etwas seltsamer Roman – eine Mischung aus altmodischem Kriminalroman und einer Milieustudie.
Es gibt einen Toten, Dr. Bronstett, den Geschäftsführer eines großen Kaufhauses. Leonora Bloch ist die Erzählerin dieser Geschichte – Reinigungskraft und über 70 Jahre alt, einige davon hat sie putzend, beobachtend und mehr oder weniger unsichtbar im Schatten Dr. Bronstetts verbracht. Sie kann viel erzählen aus Bronstetts Leben, viele Erinnerungen an alte, gute und schlechte Zeiten kommen hoch.
Leonoras Erzählstimme mochte ich eigentlich ganz gerne. Sie wirkt authentisch und kann auf ein bewegtes Leben zurückblicken. Etliche spannende Themen werden hier angeschnitten und lenken auch ein wenig vom Mordfall ab. Die gesellschaftlichen Unterschiede zwischen Arm und Reich werden sehr deutlich. Was den Kriminalfall betrifft, geht es hier aber sehr lange in erster Linie um Gerüchte und Vermutungen.
Gestört hat mich eine gewaltige Distanz, mit der diese Geschichte erzählt wird. Ich kam keiner einzigen Figur, auch nicht Leonora, näher – ebensowenig wie der Handlung oder dem Kriminalfall, der gegen Ende ein wenig plötzlich seine Auflösung findet.
Das macht die Lektüre ein wenig anstrengend und unbefriedigend. Trotz toller Ansätze konnte mich dieser Roman nicht wirklich erreichen.
Gerade noch 3 Sterne….
Dies ist ein etwas seltsamer Roman – eine Mischung aus altmodischem Kriminalroman und einer Milieustudie.
Es gibt einen Toten, Dr. Bronstett, den Geschäftsführer eines großen Kaufhauses. Leonora Bloch ist die Erzählerin dieser Geschichte – Reinigungskraft und über 70 Jahre alt, einige davon hat sie putzend, beobachtend und mehr oder weniger unsichtbar im Schatten Dr. Bronstetts verbracht. Sie kann viel erzählen aus Bronstetts Leben, viele Erinnerungen an alte, gute und schlechte Zeiten kommen hoch.
Leonoras Erzählstimme mochte ich eigentlich ganz gerne. Sie wirkt authentisch und kann auf ein bewegtes Leben zurückblicken. Etliche spannende Themen werden hier angeschnitten und lenken auch ein wenig vom Mordfall ab. Die gesellschaftlichen Unterschiede zwischen Arm und Reich werden sehr deutlich. Was den Kriminalfall betrifft, geht es hier aber sehr lange in erster Linie um Gerüchte und Vermutungen.
Gestört hat mich eine gewaltige Distanz, mit der diese Geschichte erzählt wird. Ich kam keiner einzigen Figur, auch nicht Leonora, näher – ebensowenig wie der Handlung oder dem Kriminalfall, der gegen Ende ein wenig plötzlich seine Auflösung findet.
Das macht die Lektüre ein wenig anstrengend und unbefriedigend. Trotz toller Ansätze konnte mich dieser Roman nicht wirklich erreichen.
Gerade noch 3 Sterne….