Der andere Krimi

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naffi Avatar

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„Die Auster“ von Yael Inokai ist kein klassischer Krimi, wie man vielleicht erwartet hat, eher ein Roman mit einer Anhäufung ungewöhnlicher Personen und einem ungewöhnlichen Schreibstil, der mir gut gefallen hat. Der Wortwitz war nach meinem Geschmack.

Leonore, eine Rentnerin, die sich als Putzfrau ihre knappe Rente aufstockt, findet ihren Arbeitgeber tot in seiner Wohnung. Beide Hände fehlen. Eigentlich der klassische Start in einen Krimi. Aber neben den laufenden Ermittlungen der Polizei, taucht man mehr in Leonores Leben ein, das nicht einfach war, wie man nach und nach erfährt. Zusammen mit früheren Kollegen aus einem Kaufhaus und der Tochter des Toten begibt man sich gemächlich auf Suche nach dem Mörder.

Mir gefiel der Schreibstil und die Ruhe im Buch. Wie hinter der unscheinbaren Fassade einer Putzfrau eine scharfsinnige Frau steckt, die erst mal sauber gemacht hat, bevor sie die Polizei verständigt hat. Der Mord bleibt eher ein Nebenschauplatz, während das kauzige Umfeld mehr Raum einnimmt.