Die Perle in der eigenen kleinen Welt
Die Auster von Yael Inokai (Hanser Berlin)
Dieser stille Roman, der so viel zu sagen hat, hat mich einfach gepackt! Skurril und auf den Punkt gebracht! Direkt, nüchtern, intensiv und gleichzeitig berührend schleicht sich die Autorin mit ihrem besonderen Schreibstil und den markanten Figuren an den Leser heran. Die Autorin beobachtet die Facetten unserer Gesellschaft, Luxus, Sehnsucht und Verlust, den nostalgische Hang der Vergangenheit sowie das Fortschreiten in die Andersartigkeit der Moderne durch die Augen ihrer 73-jährigen Protagonistin Leonora Bloch. In Gesprächen und feinsinnigen Beobachtungen schwelgt die Reinigungskraft in ihren Gedanken. Dabei zeigen sich Schicksalsschläge, Chancen und verpasste Momente, die das Leben bereit halten kann.
Neben diesen Alltäglichkeiten findet sich Leonora mit einer absurden Situation konfrontiert, der sie nur ihren Reinlichkeitsdrang entgegensetzen kann. Ein Toter mit abgetrennten Händen in einer Blutlache, der Geschäftsführer eines renomierten Kaufhauses, Dr. Bronstett. Somit ist er Leonoras Ex-Arbeitgeber und wir lernen ihn, auf den ersten Seiten, als Leiche kennen. Jahrelang putzte sie seine privaten Räumlichkeiten und kennt jede Faser seiner Einrichtung, seine Angewohnheiten und vielleicht auch die Geheimnisse seines Lebens. Darauf hofft zumindest die Polizei, die bei ihrer Ermittlungsarbeit auf diese Beziehung setzt. Doch Leonora weiß nicht alles und beginnt selbst zu recherchieren. Dabei hilft ihr Friedhelm Lösch seinerseits Kaufhausdedektiv.
Im Laufe der Geschichte ist der Kriminalfall unterschwellig immer präsent und wandelt sich am Ende zu einer Lösung mit Überraschungseffekt.
Fazit: Ich finde, diese Mischung funktioniert sehr gut. Ich habe diesen Roman sehr gern gelesen. Ein kurzweiliges Portrait, eine feine Beobachtungsgabe, Worte die Treffen und nachhallen.
Dieser stille Roman, der so viel zu sagen hat, hat mich einfach gepackt! Skurril und auf den Punkt gebracht! Direkt, nüchtern, intensiv und gleichzeitig berührend schleicht sich die Autorin mit ihrem besonderen Schreibstil und den markanten Figuren an den Leser heran. Die Autorin beobachtet die Facetten unserer Gesellschaft, Luxus, Sehnsucht und Verlust, den nostalgische Hang der Vergangenheit sowie das Fortschreiten in die Andersartigkeit der Moderne durch die Augen ihrer 73-jährigen Protagonistin Leonora Bloch. In Gesprächen und feinsinnigen Beobachtungen schwelgt die Reinigungskraft in ihren Gedanken. Dabei zeigen sich Schicksalsschläge, Chancen und verpasste Momente, die das Leben bereit halten kann.
Neben diesen Alltäglichkeiten findet sich Leonora mit einer absurden Situation konfrontiert, der sie nur ihren Reinlichkeitsdrang entgegensetzen kann. Ein Toter mit abgetrennten Händen in einer Blutlache, der Geschäftsführer eines renomierten Kaufhauses, Dr. Bronstett. Somit ist er Leonoras Ex-Arbeitgeber und wir lernen ihn, auf den ersten Seiten, als Leiche kennen. Jahrelang putzte sie seine privaten Räumlichkeiten und kennt jede Faser seiner Einrichtung, seine Angewohnheiten und vielleicht auch die Geheimnisse seines Lebens. Darauf hofft zumindest die Polizei, die bei ihrer Ermittlungsarbeit auf diese Beziehung setzt. Doch Leonora weiß nicht alles und beginnt selbst zu recherchieren. Dabei hilft ihr Friedhelm Lösch seinerseits Kaufhausdedektiv.
Im Laufe der Geschichte ist der Kriminalfall unterschwellig immer präsent und wandelt sich am Ende zu einer Lösung mit Überraschungseffekt.
Fazit: Ich finde, diese Mischung funktioniert sehr gut. Ich habe diesen Roman sehr gern gelesen. Ein kurzweiliges Portrait, eine feine Beobachtungsgabe, Worte die Treffen und nachhallen.