Ein Blick von unten
Die 73-jährige Leonora arbeitet noch immer als Reinigungskraft bei Dr. Bronstett, den sie eines Tages tot in seinem Wohnzimmer auffindet. Verstörenderweise reinigt sie erst mal den Tatort, bevor sie die Polizei verständigt. War es der Schock, oder hat sie was zu verbergen?
Durch diese Tat bringt sie sich selbst ins Zentrum der Ermittlungen und weil sie schon immer eine neugierige Person war, fängt sie auch gleich selbst zu ermitteln an. Das kann man mögen, aber ich war leider noch nie ein Fan von ermittelnden Putzfrauen, Frisörinnen etc.
Zum Glück ist der Roman kein klassischer Krimi und der Mordfall tritt immer wieder in den Hintergrund. Wir erfahren viel über Leonoras Vergangenheit und ihr Umfeld. Leonora ist keine zugängliche Person. Sie ist wortkarg, mürrisch und oft sehr einsam. Wir werfen einen Blick in das Leben von unsichtbaren Menschen. Die Reiningskräft, Verkäuferinnen und Aushilfen im Mikrokosmos Kaufhaus bekommen hier eine Stimme. Aber wir lernen auch ein paar Menschen aus anderen gesellschaftlichen Schichten kennen. Dr. Bronstett war der Geschäftsführer des Kaufhauses und Leonora war schon bei ihm beschäftigt, bevor er eine Familie gründete und wieder verlor. Leonora sah ganz einige Frauen kommen und gehen in seine schmucken Villa. Zu seiner Tochter hatte er schon lange keinen Kontakt mehr, weshalb er verfügt hatte, dass Leonora sich um die Begräbnisangelegenheiten kümmern sollte.
So werden die Tochter aus reichem Hause und Leonora ein ungleiches Gespann und Leonora gelingt es mit ihrer Beobachtungsgabe ganz einige Geheimnisse aufzudecken.
Der Schreibstil ist klar, aber zurückhaltend. Hier gibt es keine Ausschmückungen und Verniedlichungen. Die Sprache ist einfach und präzise und passt dadurch perfekt zur Figur Leonora Bloch. Dadurch wirkt der Roman etwas sperrig. Es entsteht keine Nähe zur Protagonistin und diese Distanziertheit ist auch der Grund, warum ich hier wenig neugierig auf den Ausgang war. Es entsteht kaum Spannung und Nähe. Das Buch konnte mich definitiv nicht fesseln. Es ist nicht schlecht, aber es entstand auch kein Sog.
Deshalb vergebe ich wohlgeleinte drei Sterne für einen Roman, der sich mit den gesellschaftlich schlechter Gestellen Schichten befasst, in dem auch ein Mordfall vorkommt.
Durch diese Tat bringt sie sich selbst ins Zentrum der Ermittlungen und weil sie schon immer eine neugierige Person war, fängt sie auch gleich selbst zu ermitteln an. Das kann man mögen, aber ich war leider noch nie ein Fan von ermittelnden Putzfrauen, Frisörinnen etc.
Zum Glück ist der Roman kein klassischer Krimi und der Mordfall tritt immer wieder in den Hintergrund. Wir erfahren viel über Leonoras Vergangenheit und ihr Umfeld. Leonora ist keine zugängliche Person. Sie ist wortkarg, mürrisch und oft sehr einsam. Wir werfen einen Blick in das Leben von unsichtbaren Menschen. Die Reiningskräft, Verkäuferinnen und Aushilfen im Mikrokosmos Kaufhaus bekommen hier eine Stimme. Aber wir lernen auch ein paar Menschen aus anderen gesellschaftlichen Schichten kennen. Dr. Bronstett war der Geschäftsführer des Kaufhauses und Leonora war schon bei ihm beschäftigt, bevor er eine Familie gründete und wieder verlor. Leonora sah ganz einige Frauen kommen und gehen in seine schmucken Villa. Zu seiner Tochter hatte er schon lange keinen Kontakt mehr, weshalb er verfügt hatte, dass Leonora sich um die Begräbnisangelegenheiten kümmern sollte.
So werden die Tochter aus reichem Hause und Leonora ein ungleiches Gespann und Leonora gelingt es mit ihrer Beobachtungsgabe ganz einige Geheimnisse aufzudecken.
Der Schreibstil ist klar, aber zurückhaltend. Hier gibt es keine Ausschmückungen und Verniedlichungen. Die Sprache ist einfach und präzise und passt dadurch perfekt zur Figur Leonora Bloch. Dadurch wirkt der Roman etwas sperrig. Es entsteht keine Nähe zur Protagonistin und diese Distanziertheit ist auch der Grund, warum ich hier wenig neugierig auf den Ausgang war. Es entsteht kaum Spannung und Nähe. Das Buch konnte mich definitiv nicht fesseln. Es ist nicht schlecht, aber es entstand auch kein Sog.
Deshalb vergebe ich wohlgeleinte drei Sterne für einen Roman, der sich mit den gesellschaftlich schlechter Gestellen Schichten befasst, in dem auch ein Mordfall vorkommt.