Etwas plätschernd und verwirrend erzählt

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silvi sommer Avatar

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Die Auster“ hat mich leider nicht wirklich erreicht. Die Geschichte plätschert für über weite Strecken etwas langatmig und auch verwirrend vor sich hin. So entstand bei mir keine richtige Spannung.

Interessant fand ich durchaus den Einstieg: Leonora findet den ermordeten Dr. Bronstett und beginnt zunächst, den Tatort zu reinigen – offenbar aus einer Art Schockreaktion heraus. Diese ungewöhnliche Szene hat mich neugierig gemacht.

Leider konnte ich einige Figuren im weiteren Verlauf nicht richtig einordnen. Bis zum Schluss wusste ich nicht wer diese 2-3 Personen überhaupt waren. Mal war von einem Kaufhausdetektiv die Rede, dann von Friedhelm, und mir war teilweise nicht mehr klar, wer genau wer ist und welche Bedeutung die einzelnen Personen für die Geschichte haben. Auch habe ich die Szene auf der Beerdigung nicht verstanden, warum da auf einmal Blaulicht der Polizei war.

Und so hat das Ende bei mir eher Fragezeichen hinterlassen als einen bleibenden Eindruck. Dann auch noch die Geschichte um die vermeintliche Tochter, die möglicherweise gar nicht seine Tochter war und offenbar mit einer anderen Frau die Identität getauscht hatte, ließ für mich vieles offen.

Insgesamt eine interessante Idee, aber für mich nicht wirklich packend erzählt. Und Leonora mit ihren ganzen Theorien, die auch zumeist in die richtige Richtung gingen, wurden von ihr nicht zielgerichtet benutzt. Das Buch hat mich emotional nicht berührt und konnte mich leider nicht nachhaltig fesseln. Deshalb gibt es von mir 3 von 5 Sternen.