Fokus auf Stilistik
Mir persönlich hat der bildhafte und teils komplexe Sprachstil gut gefallen. Ich habe mich einfach davontragen lassen, die stilistische Raffinesse der Autorin bewundert und mich gefragt, wo das ganze wohl hinführen wird…
Allerdings handelt es sich bei „Die Auster“ nicht wirklich um einen Krimi: Im Vordergrund stehen klar die Charaktere und die stilistische Darstellung der sozialen Unterschiede zwischen ihnen. Die Handlung wird von nüchternen Beobachtungen getragen, wobei man als Leser*in keinen Einblick in die Mordermittlungen der Polizei bekommt. Der Erzählstil ist durchweg unaufgeregt, Plottwists bleiben aus und Spannung will so natürlich auch nicht aufkommen.
Die Figuren sind dabei kantig und oft unterkühlt angelegt. In Kombination mit dem anspruchsvollen Sprachstil, wirkten einige von ihnen jedoch wenig authentisch. Insbesondere die Ich-Erzählerin, blieb durchgehend verschlossen und unnahbar, da sie kaum Emotionen zeigte.
Mein Fazit:
„Die Auster“ ist ein stilistisch und literarisch anspruchsvoller Roman, der einen durchaus in seinen Bann ziehen kann. Wer jedoch auf der Suche nach einem (spannenden) Kriminalroman mit nahbaren, empathischen Charakteren ist, kommt hier leider nicht auf seine/ihre Kosten. Daher kann ich nur eine eingeschränkte Leseempfehlung aussprechen.
Allerdings handelt es sich bei „Die Auster“ nicht wirklich um einen Krimi: Im Vordergrund stehen klar die Charaktere und die stilistische Darstellung der sozialen Unterschiede zwischen ihnen. Die Handlung wird von nüchternen Beobachtungen getragen, wobei man als Leser*in keinen Einblick in die Mordermittlungen der Polizei bekommt. Der Erzählstil ist durchweg unaufgeregt, Plottwists bleiben aus und Spannung will so natürlich auch nicht aufkommen.
Die Figuren sind dabei kantig und oft unterkühlt angelegt. In Kombination mit dem anspruchsvollen Sprachstil, wirkten einige von ihnen jedoch wenig authentisch. Insbesondere die Ich-Erzählerin, blieb durchgehend verschlossen und unnahbar, da sie kaum Emotionen zeigte.
Mein Fazit:
„Die Auster“ ist ein stilistisch und literarisch anspruchsvoller Roman, der einen durchaus in seinen Bann ziehen kann. Wer jedoch auf der Suche nach einem (spannenden) Kriminalroman mit nahbaren, empathischen Charakteren ist, kommt hier leider nicht auf seine/ihre Kosten. Daher kann ich nur eine eingeschränkte Leseempfehlung aussprechen.