Roman mit Thrill
Ein Klappentext, welcher wirre Mordspekulationen und Gesellschaftskritik in einem Werk verspricht. Zudem wird auf den 221 Seiten wohl auch die Klassenfrage gestellt - kaum zu glauben, dass es sich hierbei nicht um ein gehetztes und oberflächliches Werk handelt. Die Autorin Yael Inokai hat es geschafft, zermürbende Themen (Trauer, Verlust, Einsamkeit, Armut) in einer schweren Geschichte (Mord, Lügen, Gier) mit fast schon überraschender Leichtigkeit zu formulieren. Dabei gibt es trotzdem genügend Raum für die Erzählungen aus dem Leben einer Frau, die schon weit mehr als diese Dinge kennengelernt hat.
Leonora ist seit Ewigkeiten (oder auch: 45 Jahren) Reinigungskraft - sowohl in Kauf- und Bürohäusern als auch beim Leiter des Kaufhauses Dr. Bronstett privat. Obwohl sie niemals mehr als drei Sätze gewechselt haben, lernte sie in dieser Zeit ihren Arbeitgeber auf verschiedenste Weisen kennen. Kein Wunder also, dass sie nach einem Mord an ihm Einblicke hat, die anderen Personen gänzlich vorenthalten bleiben. Oder vor denen sich diese verschließen.
Ohne das Buch zu einem Thriller und einer reinen Ermittlungsgeschichte zu machen, erzählt Yael Inokai vom Leben der Protagonistin Leonora, welche mit über 70 Jahren als Reinigungskraft bei einem Großverdiener zwischen Altersarmut und Einsamkeit sowie Reichtum und erzwungener Gesellschaft pendelt.
Selten lernte man als Leser:in eine:n Protagonist:in auf derart wenigen Seiten so gut kennen und wird gleichzeitig Teil einer mitreißenden und vielschichtigen Geschichte.
Der Titel sowie das Cover geben keinerlei Anhaltspunkte dafür, was man als Leser:in erwarten kann. Hat man die Seiten dann aber verschlungen, so passen beide Bestandteile plötzlich wunderbar zusammen und zur Geschichte - ein Buch, welches zum Lesen zwischen den (gesellschaftlichen) Zeilen einlädt und Einblicke in ein Leben ermöglicht, welches so viel vielschichtiger ist, als es für die meisten Menschen aussieht.
Weitere Bücher von Yael Inokai stehen nach „Die Auster“ nun auf meiner Wunschliste.
Leonora ist seit Ewigkeiten (oder auch: 45 Jahren) Reinigungskraft - sowohl in Kauf- und Bürohäusern als auch beim Leiter des Kaufhauses Dr. Bronstett privat. Obwohl sie niemals mehr als drei Sätze gewechselt haben, lernte sie in dieser Zeit ihren Arbeitgeber auf verschiedenste Weisen kennen. Kein Wunder also, dass sie nach einem Mord an ihm Einblicke hat, die anderen Personen gänzlich vorenthalten bleiben. Oder vor denen sich diese verschließen.
Ohne das Buch zu einem Thriller und einer reinen Ermittlungsgeschichte zu machen, erzählt Yael Inokai vom Leben der Protagonistin Leonora, welche mit über 70 Jahren als Reinigungskraft bei einem Großverdiener zwischen Altersarmut und Einsamkeit sowie Reichtum und erzwungener Gesellschaft pendelt.
Selten lernte man als Leser:in eine:n Protagonist:in auf derart wenigen Seiten so gut kennen und wird gleichzeitig Teil einer mitreißenden und vielschichtigen Geschichte.
Der Titel sowie das Cover geben keinerlei Anhaltspunkte dafür, was man als Leser:in erwarten kann. Hat man die Seiten dann aber verschlungen, so passen beide Bestandteile plötzlich wunderbar zusammen und zur Geschichte - ein Buch, welches zum Lesen zwischen den (gesellschaftlichen) Zeilen einlädt und Einblicke in ein Leben ermöglicht, welches so viel vielschichtiger ist, als es für die meisten Menschen aussieht.
Weitere Bücher von Yael Inokai stehen nach „Die Auster“ nun auf meiner Wunschliste.