Zu viel Abstand, zu viele Geheimnisse

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gisel Avatar

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Der Geschäftsführer eines Luxuskaufhauses wurde ermordet aufgefunden. Noch vor Ankunft der Polizei hat seine Reinigungskraft, Leonora Bloch, alles akribisch gereinigt. Sie arbeitet seit 45 Jahren bei Dr. Joachim Bronstett und hat bisher ihre Arbeit immer sehr zuverlässig erledigt. Und sie kennt seine Geheimnisse...

Wie kleine Fetzen wirft die Autorin Yael Inokai dem Leser immer wieder wichtige Informationsbrocken hin. Und doch weiß man als Leser, dass da noch zu viele Geheimnisse lauern, um wirklich alle Facetten der Geschichte zu verstehen. Weil alle ihre Geheimnisse bewahren wollen, scheint das Geschehen immer auf Abstand zu bleiben. Was hier wirklich geschieht oder geschehen ist, bleibt oft nur in Andeutungen stecken. Vor allem zum Schluss hin scheinen sich die Geschehnisse zu beschleunigen, doch ich blieb irgendwo mitten in all den Andeutungen stecken, wollte eigentlich auch nicht mehr weiter denken. Zu mühsam wurde mir das Zusammenkratzen all der Informationsfetzen, die immer mal wieder eine andere Sichtweise ergaben.

Vielleicht passen diese Geschichte und ich derzeit nicht gut zueinander, vielleicht würde sich das zu einem anderen Zeitpunkt ganz anders anfühlen. Aktuell aber muss ich sagen, dass mich die Informationsfetzen zu sehr auf Abstand gehalten und die vielen mühsam gehaltenen Geheimnisse mich überfordert haben. Damit kann ich das Buch leider nicht wirklich weiter empfehlen und vergebe 3 von 5 Sternen.