Zwiegespalten

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kruemel_104 Avatar

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Ich hatte mich sehr auf den neuen Roman von Yael Inokai gefreut, denn "Ein simpler Eingriff" ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Daher habe ich sogar einem Krimi (normalerweise gar nicht mein Genre) eine Chance gegeben. Ohne die Autorin vorher zu kennen, hätte ich das Buch aufgrund der Inhaltsbeschreibung wahrscheinlich nicht gekauft.
Es ist nun schon ein paar Tage her, dass ich das Buch beendet habe und ich kann mich einfach nicht entscheiden, wie ich es finde.
Einerseits: Irgendwie eine spannende (und skurille) Geschichte rund um den Mord an Dr. Bronstett und die eigensinnige Leonora Bloch, sprachlich herausragend mit vielen humorvollen Elementen, gute Milieustudie, feine Analyse von gesellschaftlichen Spaltungen.
Andererseits: Es hat mich nicht so richtig gepackt, oft habe ich mich eher durch die Seiten motivieren müssen, was aber auch daran liegen kann, dass Krimis wirklich gar nicht meins sind.
Ich bleibe zwiegespalten und im Vergleich zu "Ein simpler Eingriff" hat mich "Die Auster" auf jeden Fall enttäuscht, aber vielleicht ist der Vergleich auch nicht ganz fair, weil es doch sehr unterschiedliche Romane sind.