Man muss sich drauf einlassen
Als ich Die Ausweichschule von Kaleb Erdmann vor einigen Monaten zum ersten Mal lesen wollte, fand ich keinen richtigen Zugang zu dem Buch. Die Sprache erschien mir sperrig, der Protagonist zu verkopft, seine Haltung zu distanziert. Nach einigen Seiten legte ich das Buch deshalb erst einmal zur Seite.
Als ich es nun erneut zur Hand nahm, war der Zugang plötzlich da. Und einmal gefunden, habe ich den verbleibenden Teil des Romans in kürzester Zeit gelesen. Vielleicht ist das bezeichnend für ein Buch, das sich nicht ohne Weiteres nebenher lesen lässt: Die Ausweichschule verlangt Aufmerksamkeit und die Bereitschaft, sich auf seine besondere Erzählweise und auf seinen Protagonisten einzulassen.
Spannend ist vor allem die Konstruktion des Romans. Jedes Kapitel bewegt sich auf zwei zeitlichen Ebenen, die jeweils für sich fortlaufend erzählt werden. Die eine spielt vor dem Besuch eines Theaterstücks, die andere danach. Beide Ebenen laufen parallel nebeneinander her und treten dadurch zunehmend in Beziehung zueinander. Gerade diese zeitliche Verschiebung macht die Zerrissenheit des Protagonisten sichtbar. Was zunächst vielleicht sprunghaft oder sperrig wirkt, bekommt nach und nach eine eigene Logik.
Überhaupt ist es vor allem die Haltung des Protagonisten, die das Buch vorantreibt. Seine Gedanken, seine Beobachtungen und seine Art, die Welt zu betrachten, bestimmen den Rhythmus der Erzählung. Dabei ist er nicht unbedingt eine Figur, der man sofort nahekommt. Vielmehr muss man sich auf seine Perspektive einlassen. Genau das ist für mich der entscheidende Punkt dieses Romans.
Die Ausweichschule ist für mich deshalb kein Buch, das man mal eben nebenbei liest. Es braucht Zeit, Aufmerksamkeit und vielleicht auch den richtigen Moment. Mein erster Leseversuch ist daran gescheitert. Beim zweiten Mal konnte ich mich auf die Sprache und die eigentümliche Erzählweise einlassen – und dann hat mich das Buch zunehmend gepackt.
Als ich es nun erneut zur Hand nahm, war der Zugang plötzlich da. Und einmal gefunden, habe ich den verbleibenden Teil des Romans in kürzester Zeit gelesen. Vielleicht ist das bezeichnend für ein Buch, das sich nicht ohne Weiteres nebenher lesen lässt: Die Ausweichschule verlangt Aufmerksamkeit und die Bereitschaft, sich auf seine besondere Erzählweise und auf seinen Protagonisten einzulassen.
Spannend ist vor allem die Konstruktion des Romans. Jedes Kapitel bewegt sich auf zwei zeitlichen Ebenen, die jeweils für sich fortlaufend erzählt werden. Die eine spielt vor dem Besuch eines Theaterstücks, die andere danach. Beide Ebenen laufen parallel nebeneinander her und treten dadurch zunehmend in Beziehung zueinander. Gerade diese zeitliche Verschiebung macht die Zerrissenheit des Protagonisten sichtbar. Was zunächst vielleicht sprunghaft oder sperrig wirkt, bekommt nach und nach eine eigene Logik.
Überhaupt ist es vor allem die Haltung des Protagonisten, die das Buch vorantreibt. Seine Gedanken, seine Beobachtungen und seine Art, die Welt zu betrachten, bestimmen den Rhythmus der Erzählung. Dabei ist er nicht unbedingt eine Figur, der man sofort nahekommt. Vielmehr muss man sich auf seine Perspektive einlassen. Genau das ist für mich der entscheidende Punkt dieses Romans.
Die Ausweichschule ist für mich deshalb kein Buch, das man mal eben nebenbei liest. Es braucht Zeit, Aufmerksamkeit und vielleicht auch den richtigen Moment. Mein erster Leseversuch ist daran gescheitert. Beim zweiten Mal konnte ich mich auf die Sprache und die eigentümliche Erzählweise einlassen – und dann hat mich das Buch zunehmend gepackt.