Berührendes Debüt über Freundschaft und Schicksal
Ein schwerer Schicksalsschlag verändert von einem Moment auf den anderen alles: Nach einem dramatischen Unfall steht das Leben von Ronan und seinem Umfeld auf dem Kopf. Der Roman erzählt aus der Perspektive seines besten Freundes Brendan vom Umgang mit den gravierenden Folgen dieses Ereignisses. Es geht um emotionale Zerreißproben, tiefe Freundschaft, die erste Liebe und den Zusammenhalt innerhalb der Familie.
Colin Morgan wählt für seinen Debütroman eine ungemein gefühlvolle Sprache, die einen mühelos durch die Geschichte trägt. Der Einstieg hat direkt eine gewisse Spannung aufgebaut, wie die Figuren mit den Konsequenzen des Unfalls umgehen werden.
Besonders Brendan als Ich-Erzähler ist mir schnell ans Herz gewachsen. Seine innere Zerrissenheit und die Suche nach Halt – den er vor allem in der tiefen Verbindung zu Ronan findet – sind emotional sehr nahbar gestaltet.
Im Mittelteil verliert das Buch allerdings etwas an Fahrt und weist einige Längen auf. Das liegt aus meiner Sicht vor allem daran, dass dem Beziehungsgefüge ein wenig die Ecken und Kanten fehlen. Die Bewältigung einer so einschneidenden Krise bringt im echten Leben Überforderung, Konflikte und emotionale Ausbrüche mit sich. Im Roman handeln alle Beteiligten erstaunlich glatt, verständnisvoll und rücksichtsvoll. Diese Harmonie zeichnet zwar ein tröstliches Idealbild, nimmt den Charakteren aber etwas Reibung und psychologische Tiefe.
Im letzten Drittel nimmt die Geschichte jedoch noch einmal Fahrt auf. Es wird sehr emotional – so sehr, dass mir die Tränen kamen. Ganz zum Ende hin ist es für meinen Geschmack allerdings ein wenig mit dem Autor durchgegangen: Das Finale driftet etwas zu sehr ins Kitschige ab, was es gar nicht gebraucht hätte, aber das ist sicherlich auch Geschmackssache.
Für ein Erstlingswerk ist Die Ballade von Ronan McCoy wirklich sehr gelungen! Wer eine bewegende Coming-of-Age-Geschichte mit viel Gefühl, großer emotionaler Tiefe und herzerwärmenden Themen wie Freundschaft, Familie und erster Liebe sucht, wird hier genau das Richtige finden.
Colin Morgan wählt für seinen Debütroman eine ungemein gefühlvolle Sprache, die einen mühelos durch die Geschichte trägt. Der Einstieg hat direkt eine gewisse Spannung aufgebaut, wie die Figuren mit den Konsequenzen des Unfalls umgehen werden.
Besonders Brendan als Ich-Erzähler ist mir schnell ans Herz gewachsen. Seine innere Zerrissenheit und die Suche nach Halt – den er vor allem in der tiefen Verbindung zu Ronan findet – sind emotional sehr nahbar gestaltet.
Im Mittelteil verliert das Buch allerdings etwas an Fahrt und weist einige Längen auf. Das liegt aus meiner Sicht vor allem daran, dass dem Beziehungsgefüge ein wenig die Ecken und Kanten fehlen. Die Bewältigung einer so einschneidenden Krise bringt im echten Leben Überforderung, Konflikte und emotionale Ausbrüche mit sich. Im Roman handeln alle Beteiligten erstaunlich glatt, verständnisvoll und rücksichtsvoll. Diese Harmonie zeichnet zwar ein tröstliches Idealbild, nimmt den Charakteren aber etwas Reibung und psychologische Tiefe.
Im letzten Drittel nimmt die Geschichte jedoch noch einmal Fahrt auf. Es wird sehr emotional – so sehr, dass mir die Tränen kamen. Ganz zum Ende hin ist es für meinen Geschmack allerdings ein wenig mit dem Autor durchgegangen: Das Finale driftet etwas zu sehr ins Kitschige ab, was es gar nicht gebraucht hätte, aber das ist sicherlich auch Geschmackssache.
Für ein Erstlingswerk ist Die Ballade von Ronan McCoy wirklich sehr gelungen! Wer eine bewegende Coming-of-Age-Geschichte mit viel Gefühl, großer emotionaler Tiefe und herzerwärmenden Themen wie Freundschaft, Familie und erster Liebe sucht, wird hier genau das Richtige finden.