Beste Freunde

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hexeliesel Avatar

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Brendan gilt in der Schule als Außenseiter. Ronan, den er an seinem ersten Schultag kennenlernt, wird schnell zu seinem besten Freund und ein wenig zu seinem Beschützer. Ohne ihn kann er sich die Schule nicht mehr vorstellen. Doch zu Beginn des neuen und letzten Schuljahres kommt Ronan plötzlich nicht mehr zur Schule. Und mit seinem Fortbleiben ist nichts mehr so, wie es einmal war.
Ich bin von der Intensität dieses Schreibstils und davon, wie viele Gefühle der Autor zwischen den Zeilen vermittelt, fast überwältigt. Es ist unglaublich, wie es ihm gelingt, so viele unterschiedliche Emotionen beim Lesen auszulösen. Trauer, Freundschaft, Angst, Wut, Hoffnung und Liebe – all das findet in dieser Geschichte seinen Platz und fühlt sich dabei unglaublich echt an. Besonders berührt hat mich der Umgang aller Protagonisten miteinander. Ihre Beziehung ist so authentisch, liebevoll und gleichzeitig nicht frei von Fehlern. Denn genau darum geht es in diesem Buch: um das Leben, um Freundschaft, um Fehler und ihre Konsequenzen, um Verzeihen und darum, sich seinen Ängsten zu stellen. Es geht um die Überwindung eigener Grenzen, darum, loszulassen, sich selbst und anderen eine zweite Chance zu geben und letztendlich den Mut zu finden, weiterzugehen. Dabei ist die Geschichte unglaublich tiefgründig. Sie regt zum Nachdenken an und lässt einen auch nach dem Lesen nicht so schnell los. Die Figur des Hauptprotagonisten habe ich sehr schnell in mein Herz geschlossen. Brendan ist zwar ein Außenseiter und nicht sonderlich beliebt. Dafür ist er aber eine starke, authentische und unglaublich menschliche Figur, deren Gedanken und Gefühle mich berührt haben. Dieser Schreibstil konnte mich vollkommen überzeugen. Ich kenne die Geschichte zwar nicht in der Originalsprache, aber ich würde sagen, dass die Übersetzerin hier ebenfalls hervorragende Arbeit geleistet hat. Die Gefühle kommen beim Lesen unglaublich intensiv an und die Sprache passt für mich perfekt zur Geschichte.
Eine kleine Kritik habe ich: in der Mitte des Buches wurde die Geschichte für mich stellenweise etwas langatmig. Dies ist für mich aber keinen Sternabzug wert. Die hervorragende Geschichte überwiegt der kleinen Kritik.
Mein Fazit: Dieses Buch ist für mich keine Geschichte, die man einfach liest und danach wieder zur Seite legt. Es ist eine Geschichte über Freundschaft, Verlust, Vergebung und den Mut, seinen eigenen Weg zu finden – und genau deshalb wird sie mir noch lange im Kopf und auch allem im Herzen bleiben.