Eine leise Geschichte, die lange nachwirkt
Eine leise Geschichte, die lange nachwirkt
„Die Ballade von Ronan McCoy“ ist für mich eines dieser Bücher, die nicht mit großen dramatischen Gesten arbeiten müssen, um einen tief zu berühren. Die Geschichte ist ruhig erzählt, teilweise sogar erstaunlich zurückhaltend – und gerade dadurch entwickeln die Gefühle eine enorme Wirkung. Ich war schon nach wenigen Kapiteln sehr nah bei Brendan und wollte unbedingt wissen, wie er mit der neuen Realität umgehen wird.
Im Mittelpunkt steht die Freundschaft zwischen Brendan und Ronan. Ronan war für Brendan immer viel mehr als nur sein bester Freund: Er war sein Halt, sein Schutz und irgendwie auch derjenige, der ihm geholfen hat, sich in der Welt zurechtzufinden. Nach dem Unfall ist plötzlich nichts mehr so, wie es war. Brendan muss lernen, mit einem Ronan umzugehen, der sich verändert hat, und gleichzeitig herausfinden, wer er selbst ohne die bisherige Dynamik ihrer Freundschaft sein kann.
Besonders berührt hat mich dabei, dass die Geschichte nicht nur von Verlust erzählt, sondern auch davon, was Freundschaft eigentlich bedeutet. Brendan möchte Ronan unbedingt beschützen und für ihn da sein, merkt aber nach und nach, dass Liebe manchmal auch bedeutet, einen Menschen loszulassen und ihm zu erlauben, einen anderen Weg einzuschlagen. Gerade diese Entwicklung fand ich sehr glaubwürdig und emotional.
Brendan als Ich-Erzähler hat mir ausgesprochen gut gefallen. Seine Gedanken wirken ehrlich und manchmal auch widersprüchlich – gerade so, wie man sich in seinem Alter vermutlich tatsächlich fühlt. Neben der Trauer um Ronan und den Veränderungen in ihrer Freundschaft geht es schließlich auch um ganz klassische Coming-of-Age-Fragen: Was möchte ich eigentlich mit meinem Leben anfangen? Wo will ich hin? Und darf ich glücklich sein, wenn ein Mensch, den ich liebe, nicht dieselben Möglichkeiten hat?
Sehr schön fand ich außerdem, wie selbstverständlich verschiedene Formen von Trauer miteinander verbunden werden. Brendan trägt noch den Verlust seiner Großmutter mit sich herum, während gleichzeitig seine Mutter mit ihrer eigenen Trauer kämpft und Ronans Familie mit den Folgen des Unfalls umgehen muss. Dadurch bekommt das Thema Verlust viele verschiedene Facetten und wird nie eindimensional dargestellt.
Trotz der Schwere ist das Buch aber keineswegs hoffnungslos. Im Gegenteil: Zwischen all der Traurigkeit steckt unglaublich viel Wärme. Es geht um Freundschaft, Liebe, Mut und darum, dass ein neuer Lebensabschnitt nicht automatisch bedeutet, einen Menschen zurückzulassen. Manche Menschen begleiten einen vielleicht gerade dadurch weiter, dass sie einem den Mut geben, seinen eigenen Weg zu gehen.
Was mir besonders gefallen hat, ist die Zärtlichkeit, mit der Colin Morgan seine Figuren betrachtet. Nichts wirkt übertrieben dramatisiert, und trotzdem haben mich viele kleine Momente sehr getroffen. Die Geschichte hat mich nachdenklich gemacht und an einigen Stellen tatsächlich zu Tränen gerührt.
Für mich ist „Die Ballade von Ronan McCoy“ eine wunderschöne, traurige und gleichzeitig hoffnungsvolle Geschichte über Freundschaft, Verlust und das schwierige Erwachsenwerden. Kein Buch, das man einfach zuklappt und sofort wieder vergisst – sondern eines, das noch eine Weile im Kopf und im Herzen bleibt.
„Die Ballade von Ronan McCoy“ ist für mich eines dieser Bücher, die nicht mit großen dramatischen Gesten arbeiten müssen, um einen tief zu berühren. Die Geschichte ist ruhig erzählt, teilweise sogar erstaunlich zurückhaltend – und gerade dadurch entwickeln die Gefühle eine enorme Wirkung. Ich war schon nach wenigen Kapiteln sehr nah bei Brendan und wollte unbedingt wissen, wie er mit der neuen Realität umgehen wird.
Im Mittelpunkt steht die Freundschaft zwischen Brendan und Ronan. Ronan war für Brendan immer viel mehr als nur sein bester Freund: Er war sein Halt, sein Schutz und irgendwie auch derjenige, der ihm geholfen hat, sich in der Welt zurechtzufinden. Nach dem Unfall ist plötzlich nichts mehr so, wie es war. Brendan muss lernen, mit einem Ronan umzugehen, der sich verändert hat, und gleichzeitig herausfinden, wer er selbst ohne die bisherige Dynamik ihrer Freundschaft sein kann.
Besonders berührt hat mich dabei, dass die Geschichte nicht nur von Verlust erzählt, sondern auch davon, was Freundschaft eigentlich bedeutet. Brendan möchte Ronan unbedingt beschützen und für ihn da sein, merkt aber nach und nach, dass Liebe manchmal auch bedeutet, einen Menschen loszulassen und ihm zu erlauben, einen anderen Weg einzuschlagen. Gerade diese Entwicklung fand ich sehr glaubwürdig und emotional.
Brendan als Ich-Erzähler hat mir ausgesprochen gut gefallen. Seine Gedanken wirken ehrlich und manchmal auch widersprüchlich – gerade so, wie man sich in seinem Alter vermutlich tatsächlich fühlt. Neben der Trauer um Ronan und den Veränderungen in ihrer Freundschaft geht es schließlich auch um ganz klassische Coming-of-Age-Fragen: Was möchte ich eigentlich mit meinem Leben anfangen? Wo will ich hin? Und darf ich glücklich sein, wenn ein Mensch, den ich liebe, nicht dieselben Möglichkeiten hat?
Sehr schön fand ich außerdem, wie selbstverständlich verschiedene Formen von Trauer miteinander verbunden werden. Brendan trägt noch den Verlust seiner Großmutter mit sich herum, während gleichzeitig seine Mutter mit ihrer eigenen Trauer kämpft und Ronans Familie mit den Folgen des Unfalls umgehen muss. Dadurch bekommt das Thema Verlust viele verschiedene Facetten und wird nie eindimensional dargestellt.
Trotz der Schwere ist das Buch aber keineswegs hoffnungslos. Im Gegenteil: Zwischen all der Traurigkeit steckt unglaublich viel Wärme. Es geht um Freundschaft, Liebe, Mut und darum, dass ein neuer Lebensabschnitt nicht automatisch bedeutet, einen Menschen zurückzulassen. Manche Menschen begleiten einen vielleicht gerade dadurch weiter, dass sie einem den Mut geben, seinen eigenen Weg zu gehen.
Was mir besonders gefallen hat, ist die Zärtlichkeit, mit der Colin Morgan seine Figuren betrachtet. Nichts wirkt übertrieben dramatisiert, und trotzdem haben mich viele kleine Momente sehr getroffen. Die Geschichte hat mich nachdenklich gemacht und an einigen Stellen tatsächlich zu Tränen gerührt.
Für mich ist „Die Ballade von Ronan McCoy“ eine wunderschöne, traurige und gleichzeitig hoffnungsvolle Geschichte über Freundschaft, Verlust und das schwierige Erwachsenwerden. Kein Buch, das man einfach zuklappt und sofort wieder vergisst – sondern eines, das noch eine Weile im Kopf und im Herzen bleibt.