Emotional, realistisch und berührend

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murphy12 Avatar

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Diese eher leise und ruhige Erzählung hat mich tief berührt, zu Tränen gerührt und völlig begeistert.
Erzählt wird aus der Sicht des 16 jährigen Brendan, der sich nach den Sommerferien auf das Wiedersehen mit seinem besten (und einzigen) Freund Ronan freut. Diese hatte jedoch in den Ferien einen schweren Unfall und kehrt deshalb zunächst nicht an die Schule zurück. Brendan ist dadurch gezwungen seinen Platz in dem Schulgefüge und darüber hinaus ohne seinen Freund, der ihn gestärkt und ermutigt hat, zu finden. Gleichzeitig muss er sich überlegen, was er tun kann, um die Freundschaft zu Ronan aufrechtzuerhalten. Hier muss die Initiative von ihm ausgehen.
Wortwahl und Schreibstil sind gelungen und tragen die Geschichte, die viele Facetten von Trauer thematisiert. Brendan hat seine Oma verloren und sieht seine Mutter mit dem Tod der eignen Mutter kämpfen, während er selbst seine Oma auch vermisst. Zudem verändert sich die Freundschaft zu seinem besten Freund Ronan durch dessen Unfall und seine dadurch resultierenden Einschränkungen. Zeitweise kann Ronan nicht sprechen. Zudem können sich die Teenager kaum ohne Ronans Eltern treffen. Auch Brendan setzt sich aktiv mit den Folgen der Hirnverletzung von Ronan auseinander, um sie verschiedenen Reaktionen von Ronan besser einschätzen zu können. Schließlich arbeitet Brendan in einem Bestattungsinstitut, so dass Tod und Trauer gegenwärtig sind.
Die Charaktere der beiden Jungen wurden facettenreich beschrieben, so dass ich mir von beiden ein starkes Bild machen konnte. Über Ronan erfährt der Leser eher durch Rückblicke oder Erinnerungen etwas, sowohl vor, als auch nach dem Unfall. Brendan gewährt als Erzähler auch eigene Einschätzungen über sich und seine Gedanken. Insgesamt fand ich die Darstellungen plausibel und facettenreich.
Insgesamt sicher kein leichtes Thema, jedoch ein starkes und lesenswertes Buch.