Feinfühliger gehts kaum!

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Darüber, dass das Cover-Design ein absolutes Kunstwerk ist, sind wir uns vermutlich einig. Auch, dass der Titel sehr verheißungsvoll ist und der Geschichte absolut gerecht wird, möchte ich nicht fachsimpeln.
Ich habe mich auch in ein wunderschönes Zitat auf den ersten Seiten direkt schockverliebt und nach der Lektüre kann ich sagen, dass dem noch einige weitere gefolgt sind.

Aber ich bin hier, um zwei andere Besonderheiten dieses Romans in den Vordergrund zu stellen und zu diskutieren: Den Schreibstil und den Protagonisten. Denn zu Anfang, ich gebe es zu, hat mich irgendetwas an dem Schreibstil unterschwellig gestört. Dabei war er doch so empathisch und keineswegs bloß beschreibend... Nach einigen Kapiteln wusste ich dann, was es war: Ich musste mich erst an die Detailtreue gewöhnen. An manchen Stellen war es mir tatsächlich etwas zu "weinerlich", aber auf der anderen Seite muss man dem Schreibstil zu Gute halten, dass er mich wirklich zum Weinen bzw. echtem Mitgefühl bewegen konnte.
Und da sind wir auch schon beim Protagonisten, der die Geschichte aus seiner Perspektive erzählt. In einem Plot, in dem es um jemand anderen geht als den Protagonisten, ist das der Dreh- und Angelpunkt. Ich bin sooo erleichtert, dass Brendan sich im Laufe der Geschichte weiterentwickelt hat. Sonst hätte es auch sehr langweilig werden können, denn meine Güte: Der Junge hatte dem Leser zu Beginn nicht viel zu bieten. Eine treffendere Bezeichnung als "Underdog" fällt mir nicht ein und damit hat sich die Romanidee als sehr erfolgreich erwiesen, denn mindestens ein Leser (meine Wenigkeit), hat das Gefühl, zusammen mit Brendan gewachsen zu sein!