gute Grundidee, anstrengende Dialoge

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petral. Avatar

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„Die Ballade von Ronan McCoy“ von Colin Morgan konnte mich leider nicht ganz überzeugen.
Die Geschichte hatte durchaus interessante Ansätze und eine melancholisch-traurige Atmosphäre, aber so richtig gepackt hat sie mich leider nicht. Das fand ich sehr schade, denn die Story hatte durchaus Potenzial und eine intensive Grundstimmung, aber der Schreibstil konnte mich insgesamt nicht richtig mitnehmen, so dass bei mir kein durchgehend fesselnder Lesefluss aufkam.
Was mich beim Lesen besonders gestört hat, waren die Dialoge. Ich fand sie oft ziemlich eintönig und teilweise auch seltsam. Vor allem, dass gefühlt jeder ständig nur in halben Sätzen gesprochen hat, ging mir mit der Zeit wirklich auf die Nerven. Für mich wirkte das dadurch oft wenig natürlich, und ich hatte immer wieder Schwierigkeiten, richtig in die Geschichte einzutauchen. Irgendwann habe ich mich mehr über die Art der Gespräche geärgert, als dass ich mich auf die eigentliche Handlung konzentrieren konnte.
Dazu kam, dass mir auch die Beziehungsdynamik oft „zu viel“ und schlicht übertrieben erschien.
Brendans Umgang mit Ronan wirkte an vielen Stellen extrem erdrückend. Zudem behandelt er seine Freundin, in die er ja eigentlich verliebt ist, ständig ziemlich mies und dass sie das einfach so hinnimmt, wirkte auf mich für Teenager in dem Alter sehr unrealistisch.
Überhaupt waren manche Verhaltensweisen für mich schwer nachzuvollziehen. Es wirkte zum Beispiel absolut unlogisch, dass Brendan die Wahrheit unbedingt nur von Ronan selbst erfahren wollte, obwohl es von Anfang an völlig unwahrscheinlich war, dass Ronan jemals wieder in der Lage sein würde, die ganze Geschichte zu erzählen.
Richtig frustrierend war für mich dann das Ende. Bis zum Schluss habe ich darauf gewartet, endlich zu erfahren, was überhaupt mit Ronan passiert ist, aber man erfährt es einfach nicht.
Dass am Ende so viele Fragen offenbleiben, hat mir leider den nötigen Abschluss genommen.

Fazit: Für mich liegen bei diesem Buch Licht und Schatten nah beieinander. Die Geschichte hatte ihre interessanten Seiten, aber die eintönigen Dialoge, die teils unnatürlichen Verhaltensweisen und die vielen offenen Fragen haben mir das Lesen stellenweise ziemlich erschwert.