Wenn eine Geschichte endet, beginnt eine neue
Mit seinem Debütroman "Die Ballade von Ronan McCoy" hat der Schauspieler Colin Morgan ein emotionales Meisterwerk erschaffen.
Er selbst ist in Nordirland geboren und dort ist, in einer fiktiven Kleinstadt, auch der Schauplatz seiner Geschichte angesiedelt. Es handelt sich um eine Provinzgemeinde, die eng verbunden ist und atmosphärisch sehr schön eingefangen wird.
In der Schule beginnt die Geschichte der Freunde Brendan und Ronan. Sie lernen sich an ihrem ersten Schultag nach dem Schulwechsel kennen und werden beste Freunde. Ronan ist dabei der etwas offenere, sozial besser eingebundene Part, der im Fußballverein aktiv ist, bei Sportveranstaltungen stets erfolgreich und von allen gemocht wird. Brendan ist eher ruhiger, unsportlich und orientiert sich an Ronan, der ihm stets zur Seite steht. Jeden Morgen wartet Brendan am Schultor auf Ronan, bis dieser eines Morgens nicht erscheint. Wie sich herausstellt, hatte Ronan einen Unfall und keiner weiß, wie die Zukunft aussehen wird.
Die Erzählweise des Autors ist wirklich sehr beeindruckend. Es gelingt ihm perfekt, die Emotionen von Brendan und anderen Protagonisten einzufangen. Ich fühlte mich von Beginn an direkt in die Geschichte hineingezogen und habe mich dabei gleich auf Brendans Seite geschlagen. Sein Erleben in der Schule ohne seinen besten Freund, seine Erkenntnis, dass eine Freundschaft sich nicht ändert, wenn jemand nicht mehr er selbst ist und die Freundschaft somit auf eine andere Ebene gehoben wird, und seine Emotionen, die so greifbar und nah transportiert wurden, haben mich selbst gefangen genommen. Denn auch Brendan hat sein Päckchen zu tragen. Er muss noch ein Jahr zur Schule gehen, bis er einen neuen und noch unbekannten Weg beschreiten wird, seine Mutter hat sich zurückgezogen und sein Vater kann seine Gefühle nicht in Worte fassen. Als er dann Jennifer näher kennenlernt, weiterhin in seinem Nebenjob arbeitet und Fahrstunden nimmt, fragt man sich automatisch, wie und ob er das alles bewerkstelligen wird oder ob er am Ende nicht emotional zusammenbricht.
Der Schreibstil von Colin Morgan ist trotz allem locker, leicht verständlich und sehr bildhaft. Er beschreibt die Schauplätze stets passend zu Brendans Innenwelt zwischen Jugend, Alltag und der Konfrontation mit der Vergänglichkeit. Es geht um Ängste, Sorgen, Hoffnungen und Träume und so vieles mehr. Als Schüler erlebt Brendan wirklich eine gewaltige Palette an Emotionen und so ist er für mich in dieser Geschichte der Hauptprotagonist, was sicherlich so gewollt ist, da die gesamte Geschichte aus seiner Perspektive beschrieben wird.
Colin Morgan erschafft durch seine geschickte dramaturgische Schreibweise, in welcher er auch beispielsweise eine Szene beschreibt, als würde sie von einer Kamera eingefangen werden, eine enorme Spannung. Auch in Momenten, die einfach traurig sind, gelingt es ihm sehr oft, Hoffnung und Zuversicht zu streuen, so dass ich das Buch nicht mehr beiseitelegen konnte. Denn letzten Endes ist die große Frage: Was ist wirklich an dem Tag des Unfalls passiert und wird Ronan wieder gesund?
Die Themen, die uns auf dem Weg durch das Buch begleiten, sind sehr unterschiedlich, teilweise auch benannt. Die Kernaussage und gleichzeitig die Voraussetzung für diese Geschichte ist die Liebe – Liebe und Familie, Freundschaft und Zusammenhalt, aber auch Nähe und Distanz. Der Autor spielt hier in großartiger Weise mit Worten, mit der Spannung, und am Ende wird kaum ein Auge trocken bleiben.
Fazit: Ich kann mich nicht erinnern, ob ich jemals solch ein emotionales Buch über das Leben, Vergangenheit und Gegenwart, Freude und Trauer, Liebe und Freundschaft gelesen habe. Falls es so ist, dann habe ich es nach diesem Meisterwerk vergessen. Eine klare Leseempfehlung!
Er selbst ist in Nordirland geboren und dort ist, in einer fiktiven Kleinstadt, auch der Schauplatz seiner Geschichte angesiedelt. Es handelt sich um eine Provinzgemeinde, die eng verbunden ist und atmosphärisch sehr schön eingefangen wird.
In der Schule beginnt die Geschichte der Freunde Brendan und Ronan. Sie lernen sich an ihrem ersten Schultag nach dem Schulwechsel kennen und werden beste Freunde. Ronan ist dabei der etwas offenere, sozial besser eingebundene Part, der im Fußballverein aktiv ist, bei Sportveranstaltungen stets erfolgreich und von allen gemocht wird. Brendan ist eher ruhiger, unsportlich und orientiert sich an Ronan, der ihm stets zur Seite steht. Jeden Morgen wartet Brendan am Schultor auf Ronan, bis dieser eines Morgens nicht erscheint. Wie sich herausstellt, hatte Ronan einen Unfall und keiner weiß, wie die Zukunft aussehen wird.
Die Erzählweise des Autors ist wirklich sehr beeindruckend. Es gelingt ihm perfekt, die Emotionen von Brendan und anderen Protagonisten einzufangen. Ich fühlte mich von Beginn an direkt in die Geschichte hineingezogen und habe mich dabei gleich auf Brendans Seite geschlagen. Sein Erleben in der Schule ohne seinen besten Freund, seine Erkenntnis, dass eine Freundschaft sich nicht ändert, wenn jemand nicht mehr er selbst ist und die Freundschaft somit auf eine andere Ebene gehoben wird, und seine Emotionen, die so greifbar und nah transportiert wurden, haben mich selbst gefangen genommen. Denn auch Brendan hat sein Päckchen zu tragen. Er muss noch ein Jahr zur Schule gehen, bis er einen neuen und noch unbekannten Weg beschreiten wird, seine Mutter hat sich zurückgezogen und sein Vater kann seine Gefühle nicht in Worte fassen. Als er dann Jennifer näher kennenlernt, weiterhin in seinem Nebenjob arbeitet und Fahrstunden nimmt, fragt man sich automatisch, wie und ob er das alles bewerkstelligen wird oder ob er am Ende nicht emotional zusammenbricht.
Der Schreibstil von Colin Morgan ist trotz allem locker, leicht verständlich und sehr bildhaft. Er beschreibt die Schauplätze stets passend zu Brendans Innenwelt zwischen Jugend, Alltag und der Konfrontation mit der Vergänglichkeit. Es geht um Ängste, Sorgen, Hoffnungen und Träume und so vieles mehr. Als Schüler erlebt Brendan wirklich eine gewaltige Palette an Emotionen und so ist er für mich in dieser Geschichte der Hauptprotagonist, was sicherlich so gewollt ist, da die gesamte Geschichte aus seiner Perspektive beschrieben wird.
Colin Morgan erschafft durch seine geschickte dramaturgische Schreibweise, in welcher er auch beispielsweise eine Szene beschreibt, als würde sie von einer Kamera eingefangen werden, eine enorme Spannung. Auch in Momenten, die einfach traurig sind, gelingt es ihm sehr oft, Hoffnung und Zuversicht zu streuen, so dass ich das Buch nicht mehr beiseitelegen konnte. Denn letzten Endes ist die große Frage: Was ist wirklich an dem Tag des Unfalls passiert und wird Ronan wieder gesund?
Die Themen, die uns auf dem Weg durch das Buch begleiten, sind sehr unterschiedlich, teilweise auch benannt. Die Kernaussage und gleichzeitig die Voraussetzung für diese Geschichte ist die Liebe – Liebe und Familie, Freundschaft und Zusammenhalt, aber auch Nähe und Distanz. Der Autor spielt hier in großartiger Weise mit Worten, mit der Spannung, und am Ende wird kaum ein Auge trocken bleiben.
Fazit: Ich kann mich nicht erinnern, ob ich jemals solch ein emotionales Buch über das Leben, Vergangenheit und Gegenwart, Freude und Trauer, Liebe und Freundschaft gelesen habe. Falls es so ist, dann habe ich es nach diesem Meisterwerk vergessen. Eine klare Leseempfehlung!