Auf der Suche nach innerer Freiheit und Authentizität

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alexa_brecht Avatar

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Lisa Quentins vierter Roman handelt von zwei sehr unterschiedlichen Frauen, die in ganz verschiedenen Zeiten leben und eine Gemeinsamkeit haben: Die Sehnsucht nach dem Meer sowie die Suche nach innerer Freiheit und Authentizität.

Julika ist eine junge Bernsteinforschin, die durch die Pflege ihrer Mutter kaum dazu kommt, sich ihr eigenes Leben aufzubauen und zu feiern. Über die Recherchen zu einem Bernstein, der einen höchst ungewöhnlichen Einschluss enthält, lernt sie Ebba kennen. Ebba, die Tochter eines Bernsteinfischers, verliert als junges Mädchen auf der Flucht während des zweiten Weltkriegs ihren einzigen Freund. Ihr Leben lang ringt sie damit, sich selbst und ihren Leidenschaften treu zu bleiben. Abwechselnd entführt Lisa Quentin ihre Leserinnen und Leser in jeweils einem Kapitel in die Gegenwart in Julikas Leben und in die Vergangeneheit in Ebbas Leben, bis die beiden Frauen sich schließlich treffen.

Lisa Quentin, die Germanistik und Psychologie in Freiburg studiert hat und mit ihrer Familie in Lübeck lebt, ist mit der Bernsteinfischerin ein Roman mit authentischen und sympathischen Figuren gelungen, deren Suche man als Leserin oder Leser gerne begleitet; ihr Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen, das Cover passt sehr gut zum Inhalt. Ich persönlich hatte den fast vierhundert Seiten langen Roman innerhalb weniger Tage durchgelesen.

Fazit: Ein spannender Roman über die Liebe, Familienbande, Authentizität, Freiheit und die Notwendigkeit, seinen Leidenschaften zu folgen. Besonders empfehlenswert für Frauen und Männer, die auf der Suche nach ihrem eigenen Weg sind und für alle Menschen, die das Meer lieben, gerne Bernstein oder Strandgut sammeln und sich nach dem Geschmack der Freiheit sehnen.