Das Gold der Ostsee

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birdies_buecherwelt Avatar

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Julika widmet ihr Leben der Bernsteinforschung und kümmert sich gleichzeitig um ihre kranke Mutter. Als ein außergewöhnlicher Fund sie an die Ostsee führt, begegnet sie Ebba, deren Vergangenheit eng mit dem Meer verbunden ist. Nach und nach verweben sich ihre Geschichten zu einem berührenden Roman über Neuanfänge, Familie und den Mut, den eigenen Weg zu gehen.
Dieses Buch war für mich etwas ganz Besonderes. Nicht nur wegen der Geschichte, sondern auch, weil sie in Niendorf an der Ostsee spielt, quasi direkt vor meiner Haustür. Das Brodtener Steilufer, die Promenade oder die Wege entlang der Küste kenne ich seit meiner Kindheit. Lisa Quentin erzählt ruhig, einfühlsam und mit einer fast poetischen Sprache. Ohne große Dramatik entwickelt sich eine Geschichte, die mich von Anfang bis Ende gefesselt hat. Vor allem Ebba ist mir sehr ans Herz gewachsen. Ihre Lebensgeschichte hat mich stellenweise an meine Großmutter erinnert, deren Familie nach der Flucht aus dem heutigen Polen hier im Norden ein neues Zuhause gefunden hat. Vielleicht hat mich ihre Geschichte auch deshalb so berührt. Auch Julikas Arbeit als Bernsteinforscherin fand ich unglaublich spannend. Als Kind habe ich selbst am Strand nach dem Gold der Ostsee gesucht. Wie faszinierend die Welt ist, die sich in diesen kleinen Steinen aus Harz verbirgt, war mir vorher allerdings nicht bewusst.
Für mich ist dieser Roman viel mehr als eine Geschichte über zwei Frauen. Er erzählt von Heimat, Erinnerungen, Familie und davon, dass es nie zu spät ist, noch einmal neu anzufangen. Emotional, atmosphärisch und mit ganz viel Herz.
Von mir gibt es eine große Leseempfehlung!