Das Meer und die Suche nach Freiheit

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Ich liebe das Cover von „Die Bernsteinfischerin“! Denn die natürliche Szene am Meer mit sonnenlichhtgefärbten Wolken, sprudelnden Wellen und den Vögeln ist einfach wunderschön und sie löst bei mir große Sehnsucht nach der Weite es Meeres aus. Die rundum laufende Gestaltung des Schutzumschlages passt zudem wunderbar zum Inhalt der Geschichte und auch ohne Umschlag gefällt mir das Buch in seiner minimalistischen, aber hübschen Gestaltung sehr.

Die Geschichte erzählt von Julika, die als Bernsteinforscherin das Leben von vor sehr langer Zeit unter die Lupe nimmt. Doch außerhalb dessen, befindet sie sich in einem bewegungslosen Schwebezustand und hat ihr Leben auf Eis gelegt, da sie sich ausschließlich um ihre kranke Mutter kümmert. Eines Tages jedoch entdeckt sie eine sensationelle Inkluse in einem Bernstein, der sie an die Ostsee und zu einer ganz besonderen Frau führt. Kann diese Veränderung, kann die Begegnung mit Ebba dazu führen, dass Julika sich auf die Suche nach ihrem eigenen Weg macht?

Lisa Quentin erzählt ihre Geschichte, die für mich die erste aus ihrer Feder ist, aus zwei verschiedenen Perspektiven und das gefällt mir sehr. Auf diese Weise konnte ich nämlich sowohl Julikas als auch Ebbas Geschichte hautnah verfolgen und ganz intensiv eintauchen. Für meinen Geschmack ist es der Autorin dabei hervorragend gelungen, mich mitfühlen zu lassen und ich konnte die Beweggründe und Gefühle der ProtagonistInnen immer sehr gut nachvollzeihen. Mich hat dabei vor allem die Suche nach innerer Freiheit sehr in ihren Bann gezogen und beschäftigt. Und auch, wenn weder Ebba noch Julika auf den ersten Blick die größten Sympathieträgerinnen sind und sich sehr von der Welt abkapseln, haben sie mein Herz beide schnell erobert und mich mit in ihre Geschichte genommen. Es hat mir Freude gemacht diese beiden straken Frauen kennen zu lernen und ihre Entwicklung begleiten zu dürfen.

Der Text lässt sich wunderbar leicht und angenehm flüssig lesen und ist durch die Überschriften mit dem Namen der Erzählerin sowie Angaben zu Ort du Zeit sehr gut strukturiert. Bereits das Cover hat bei mir für „Meer(fern)weh“ gesorgt, doch die Geschichte hat noch mehr Sehnsucht ausgelöst. Ich hatte wirklich oft das Gefühl das Meer rauschen, den Wind tosen und das Salz riechen zu können…wundervoll!

Und auch die Themen der Handlung sind für meinen Geschmack wunderbar miteinander verwoben. So gibt es viele tiefgründige Inhalte, die authentisch dargestellt sind, die Unterhaltung kommt beim Lesen aber auch keineswegs zu kurz. Mich hat „Die Bernsteinfischerin“ wirklich beeindruckt und mir eine wundervolle Lesezeit geschenkt, weshalb ich dieses Buch von Herzen gerne weiterempfehlen möchte – viel Freude beim Lesen!