Ein wundervoller und bewegender Roman

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flotteranton Avatar

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Zwei Frauen, die scheinbar nichts gemein haben außer ihrer Liebe zu Bernstein und die dazu altersmäßig mehrere Jahrzehnte trennen. Aber dieser erste Anschein täuscht. Sowohl Ebba als auch Julika sind starke Frauen, die sich nach Freiheit sehnen, aber aufgrund familiärer Probleme und Zwänge lange Zeit kein selbstbestimmtes Leben führen können.

Lisa Quentin hat ihre beiden Protagonistinnen stark, authentisch und gefühlvoll gezeichnet. Ich konnte tief in ihre Gedanken- und Gefühlswelt eintauchen. Mit beiden Frauen habe ich mitgefühlt, aber Ebba mit ihrem ungestümen Wesen und ihrer Liebe zur Natur und dem Meer war mir etwas näher. Vielleicht liegt das auch an meinem fortgeschrittenen Alter. Aber auch die Nebenfiguren waren in ihren Handlungen realistisch und stringent.

Der ruhige und atmosphärische Schreibstil sorgte für angenehme Lesestunden und im Zusammenspiel mit der Geschichte für ein Lesevergnügen. Für mich als Fan der Nord- und Ostsee waren die bildgewaltigen Beschreibungen des Meers und der Natur ein weiteres Highlight. Ich habe förmlich das Brausen der See sowie die Schreie der Möwen im Ohr gehabt und den Wind in meinen Haaren gespürt.

Die Autorin hat in diese wunderschöne Geschichte gekonnt Themen wie Verlust, Trauer, Traumabewältigung und den Kampf auf Selbstbestimmung eingeflochten. Mit einem weinenden und einem lachenden Auge musste ich Ebba und Julika verabschieden, aber vergessen werde ich sie so schnell nicht.