Eine berührende Geschichte über Freiheit, Liebe und Selbstbestimmung

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susiundstrolch Avatar

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„Die Bernsteinfischerin“ von Lisa Quentin hat mich wirklich sehr berührt.

Der Roman erzählt das Leben von Ebba Bredow von 1943 bis in die Gegenwart. Im Mittelpunkt steht ihr Kampf zwischen den gesellschaftlichen Erwartungen an eine Frau ihrer Zeit und ihren eigenen, unkonventionellen Wünschen nach Freiheit, ihrer Liebe zur Kunst und ihrer tiefen Verbundenheit zum Meer. Diese Geschichte wechselt sich mit den Kapiteln über Julika ab, einer Bernsteinforscherin, die sich aufopferungsvoll um ihre psychisch kranke Mutter kümmert und dabei ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse immer wieder hinten anstellen muss.

Das Buch behandelt bewegende Themen wie Liebe, Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung. Besonders gut gefallen hat mir der bildhafte und dennoch angenehm leichte Schreibstil. Durch den ständigen Wechsel zwischen den Perspektiven von Ebba und Julika blieb die Geschichte durchgehend spannend und ich wollte nach jedem Kapitel unbedingt wissen, wie es weitergeht.

Ich konnte mich in beide Protagonistinnen sehr gut hineinversetzen und ihre Gedanken und Gefühle nachvollziehen. Besonders Ebba mit ihrer wilden, freiheitsliebenden und manchmal eigensinnigen Art hat es mir angetan. Ich fand sie sehr inspirierend und habe sie schnell ins Herz geschlossen.

Das Buch hat mich immer wieder zum Nachdenken angeregt, und gerade gegen Ende hatte ich häufig Tränen in den Augen. Es ist ein emotionaler Roman über den Mut, den eigenen Weg zu gehen, über die Last familiärer Verantwortung und darüber, wie sehr die Vergangenheit das Leben der Gegenwart und die eigene Identität prägen kann. Eine Geschichte, die mich noch lange nach dem Lesen begleitet hat und die die daher wirklich von Herzen empfehle.