Salzwind & Bernstein

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schattensprengerin Avatar

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Ich liebe das Meer und habe schon oft Bernstein an der Nordsee gesammelt. Klar, dass ich dieses Buch lesen musste!
Daher hatte „Die Bernsteinfischerin“ schon deshalb bei mir gepunktet, weil das Setting so toll ist!

Lisa Quentin hat mich auch nicht enttäuscht. Sie schreibt leicht und flüssig und ich konnte mich von Anfang an in die Geschichte einfühlen.

Im Mittelpunkt stehen Julika und Ebba, zwei Frauen, deren Geschichte auf zwei Zeitebenen erzählt und miteinander verwoben werden. Solche Art von Story finde ich immer angenehm zu lesen, und es gab hier auch keine historischen Irrungen und Wirrungen, sondern einen klaren Erzählstil.

Besonders mochte ich Ebbas Geschichte, die rückblickend erzählte wird und in den 60er Jahren spielt. Ihre Erinnerungen lassen den damaligen Zeitgeist aufleben und die Geschichte gibt nicht nur einen Einblick in das damalige Leben, sondern ist auch eine Liebesgeschichte. Trotzdem driftet der Roman nie ins Kitschige ab, sondern bleibt eine herzerwärmende Erzählung.

Dann ist da natürlich das Meer und der Bernstein. Die Ostsee ist Ebbas andere Liebe. Mit ihr zusammen habe ich Salzwind geatmet und habe sie so gerne begleitet.

Julika ist das wissenschaftliche Pendant und forscht mit Bernstein. Sie untersucht und schleift ihn und beim Lesen nähert man sich der Materie von der naturwissenschaftlichen Seite. Besonders die Einschlüsse im Bernstein haben mich fasziniert. Die Vorstellung, dass Pflanzen oder kleine Tiere vor Jahrmillionen in Harz eingeschlossen wurden und wir sie heute noch im Bernstein betrachten können, finde ich spannend. Leider habe ich so einen Stein noch nie gefunden, aber dafür schon mal im Museum betrachtet.

Das war einfach eine schöne Mischung aus historischem Roman, Liebesgeschichte und natürlich viel Meer, die ich sehr mochte.