Schicksal, Meer und innere Stärke

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Lisa Quentin hat mit „Die Bernsteinfischerin“ einen atmosphärischen Roman über Selbstbestimmung geschrieben, der zwei Frauen, das Meer, das Leben und so viel mehr in den Mittelpunkt stellt. Es geht um Julika und Ebba, deren Wege sich an der Ostsee kreuzen – verbunden durch einen ganz besonderen Bernstein. Ihre Handlungsstränge wechseln sich ab. Prägend und nachweislich wird der historische Hintergrund dargestellt. Der Schreibstil weckt Emotionen, liest sich lebendig und hinterlässt einen bleibenden Eindruck der Handlungsorte sowie der starken Frauen, die von Krieg, Liebe, Hingabe und Schicksal gezeichnet sind.Das hat mich dazu gebracht, immer weiterlesen zu wollen. Es sind die unbeantworteten Fragen und die inneren Konflikte, die Spannung erzeugen. Zudem erfährt man Interessantes über das versteinertes Baumharz, das in diesem Buch eine schicksalhafte Rolle einnimmt. Dadurch ist es ein schöner, berührender und zugleich beeindruckender Roman, der bleibt, weil er Herz und Verstand berührt. Ich habe es ausgesprochen gern gelesen und empfehle es weiter.