Stimmungsvoll und bewegend

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dumuzi Avatar

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Ostpreußen, im Zweiten Weltkrieg: Ebba ist acht Jahre alt, als ihr Vater sie zum ersten Mal mit zum Bernsteinfischen nimmt. Von diesem Tag an ist sie verzaubert – von den goldenen Fossilien, vom Rauschen des Meeres, von der Stille und der Wucht der Wellen. Doch als die Kriegswolken näher rücken und ihre Familie fliehen muss, zerbricht Ebbas Kindheit. Statt mit ihrem besten Freund Leo am Strand zu toben und Träume zu spinnen, steht sie nun in der Pension ihrer Eltern. Auch für ihre Kunst, die sie mit Materialien aus dem Meer anfertigt, bleibt ihr kaum noch Zeit. Und dann steht eines Tages Leo vor ihr...

Frankfurt, heute:
Julika, 26, Doktorandin und leidenschaftliche Bernsteinforscherin, stößt eines Tages auf einen Fund, der alles verändert: einen Bernstein, in dem sich nicht nur ein Insekt, sondern eine Geschichte verbirgt – die Geschichte von Ebba und Leo. Was als wissenschaftliche Neugier beginnt, wird zu einer Reise, die Julika nicht nur in die Vergangenheit führt, sondern auch zu sich selbst. Und auf der sie sich fragen wird, welche Art von Leben sie führen möchte.

Die Atmosphäre des Romans ist dicht, lebendig, fast greifbar: Man spürt den Salznebel auf der Haut, hört das Meeresrauschen, riecht den feuchten Tang. Julikas Faszination für ihre Forschung ist ansteckend und steht im Kontrast zur bedrückenden Stille ihres Elternhauses.
Die Protagonistinnen sind jede auf ihre eigene Art sympathisch; sie tragen die Last viel zu früher Verluste mit sich und besitzen gleichzeitig eine Stärke, die inspiriert.
Ein wunderbarer, leichter und doch tief berührender Roman über zwei Frauen, die sich gegen innere und äußere Widerstände behaupten, daran aber nicht zerbrechen, sondern wachsen. Für alle, die das Meer lieben und an Neuanfänge glauben.