Stimmungsvolle Geschichte

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sabine Avatar

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Julika ist Mitte zwanzig und als Dokorantin in der Bernsteinforschung tätig. Sie liebt ihren Beruf, denn nur er ermöglich ihr die Flucht aus dem grauen Alltag, in den ihre Familie seit dem Unfalltod ihrer jüngeren Schwester gestürzt ist. Als sie einen rätselhaften Einschluss in einem halben Bernstein findet, reist sie zu der Finderin an die Ostsee, um die zweite Hälfte zu suchen. Ebba ist 82 Jahre alt und lebt allein in einem einfachen Haus an einer Steilküste, die bei jedem Sturm mehr abbricht. Sie begegnet Julika zunächst abweisend, doch die gemeinsame Liebe zum Bernstein überwindet schließlich ihr Misstrauen, und sie versuchen, das fehlende Stück in ihrer Sammlung zu finden.

Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen, die schließlich aufeinander treffen. Der aktuelle Erzählstrang findet 2025 statt, daneben wird Eddas wechselvolles Leben seit 1943 aufgerollt. Die Erfahrungen als Flüchtende aus dem Osten, das freudlose Leben mit den Eltern und die harte Arbeit in der Pension, schließlich die große Liebe zu Leo und ihre wahre Berufung als Künstlerin.

All dies erzählt die Autorin atmosphärisch und stimmig. Die beiden Zeitebenen sind durch Überschriften klar getrennt. Ich habe den Roman gern gelesen. Besonders gut gefallen haben mir die Naturbeschreibungen und die Erläuterungen rund um die Bernsteinforschung.