Verbunden durch die Liebe zum Bernstein

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annamagareta Avatar

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„Die Bernsteinfischerin“ ist ein berührender Roman, der in Lübeck lebenden Autorin Lisa Quentin.

Die 26-jährige Julika geht in ihrer Arbeit als Paläontologin - Bernsteinforscherin mit dem Spezialgebiet Insekteneinschlüsse - voll auf. Zusätzlich kümmert sie sich aufopferungsvoll um ihre kranke Mutter. Ein ungewöhnlicher Einschluss in einem Bernstein führt sie zu der 90-jährigen Ebba. Die beiden Frauen sind sehr unterschiedlich und stehen auch an vollkommen unterschiedlichen Punkten in ihrem Leben. Dennoch verbindet sie mehr als es auf den ersten Blick scheint.

Die Handlung wird im Wechsel in der Gegenwart und in der Vergangenheit von Ebba – beginnend 1943 an der ostpreußischen Bernsteinküste – erzählt. Der Schreibstil von Lisa Quentin liest sich angenehm flüssig und lebendig. Sie stellt ihre Protagonistinnen authentisch dar. Beide Frauen haben kein einfaches Leben, streben nach Selbstverwirklichung und sorgen sich um ihre Liebsten.

Mir sind Ebba und Julika im Verlauf der Handlung sehr ans Herz gewachsen. Man wünscht den beiden nur das Beste und hofft mit ihnen, dass sich alles zum Guten wenden wird.

Die Beschreibung der Umgebung am Meer hat mir besonders gut gefallen. Ich hatte alles direkt vor Augen und konnte die Atmosphäre spüren, so dass ich direkt richtige Sehnsucht nach dem Meer bekommen habe. Auch die wissenschaftlichen Informationen rund um Bernstein habe ich nur so in mich aufgesaugt und mich dadurch an Urlaube an der Ostsee zurückerinnert, in denen ich selbst – leider erfolglos – nach Bernstein gesucht habe.

Es ist ein atmosphärischer und bewegender Roman über das Leben zweier Frauen, der unterhält und berührt. Ich werde ihn sicherlich noch lange in Erinnerung behalten.