Liebe ohne Geländer
Schon nach wenigen Seiten von Die beste aller Beziehungen war ich überrascht, wie gegenwärtig dieser Roman wirkt. Obwohl die Geschichte im Stockholm der siebziger Jahre spielt, fühlt sich Martinas Stimme erstaunlich modern an – klug, widerspenstig, ironisch und zugleich verletzlich. Gun-Britt Sundström erzählt ohne Pathos, aber mit analytischer Schärfe von einer Beziehung, die weniger romantisches Ideal als permanenter Aushandlungsprozess ist.
Besonders beeindruckt hat mich der dialogische Ton: Die Gespräche zwischen Martina und Gustav sind tastend, manchmal widersprüchlich, oft von feiner Komik durchzogen. Martina stemmt sich gegen Erwartungen, gegen das „Verpaaren“, gegen die leise Vereinnahmung – und nimmt dabei ihre eigenen Gefühle genauso ernst wie ihre Zweifel. Nähe und Autonomie stehen ständig im Spannungsfeld, ohne dass einfache Antworten angeboten werden.
Das Zeitkolorit der 70er schimmert beiläufig durch Details und Haltungen, wirkt aber nie nostalgisch. Vielmehr entsteht der Eindruck, dass hier Grundfragen verhandelt werden, die zeitlos sind: Wie kann man lieben, ohne sich selbst zu verlieren? Wie viel Ich verträgt ein Wir?
Die Leseprobe verspricht einen ebenso klugen wie ehrlichen Beziehungsroman – ungeschminkt, pointiert und erstaunlich aktuell.
Besonders beeindruckt hat mich der dialogische Ton: Die Gespräche zwischen Martina und Gustav sind tastend, manchmal widersprüchlich, oft von feiner Komik durchzogen. Martina stemmt sich gegen Erwartungen, gegen das „Verpaaren“, gegen die leise Vereinnahmung – und nimmt dabei ihre eigenen Gefühle genauso ernst wie ihre Zweifel. Nähe und Autonomie stehen ständig im Spannungsfeld, ohne dass einfache Antworten angeboten werden.
Das Zeitkolorit der 70er schimmert beiläufig durch Details und Haltungen, wirkt aber nie nostalgisch. Vielmehr entsteht der Eindruck, dass hier Grundfragen verhandelt werden, die zeitlos sind: Wie kann man lieben, ohne sich selbst zu verlieren? Wie viel Ich verträgt ein Wir?
Die Leseprobe verspricht einen ebenso klugen wie ehrlichen Beziehungsroman – ungeschminkt, pointiert und erstaunlich aktuell.