Lieben, ohne sich zu verlieren

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emi1984 Avatar

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Die beste aller Beziehungen fühlt sich für mich weniger wie eine klassische Liebesgeschichte an, sondern wie ein gedanklicher Schlagabtausch über Nähe und Freiheit. Martina und Gustav sind kein Traumpaar im üblichen Sinn – sie ringen miteinander, diskutieren, entfernen sich, kommen wieder zusammen. Gerade das macht es glaubwürdig.

Mich hat besonders angesprochen, dass hier nicht die große Romantik im Vordergrund steht, sondern die Frage: Wie viel Anpassung ist zu viel? Wie bleibt man sich selbst treu, wenn man jemanden liebt? Das wirkt klug beobachtet, manchmal fast nüchtern, aber mit feinem Humor.

Für mich ist das ein Buch, das Beziehungen nicht verklärt, sondern seziert – und gerade dadurch ehrlich wirkt. Man liest es nicht wegen der Spannung, sondern wegen der Gedanken, die es auslöst.