Ich wollte es mögen – aber es hat mich nicht abgeholt

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dd823 Avatar

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„Die beste aller Beziehungen“ erzählt von Martina und Gustav, die sich im Stockholm der 1970er Jahre kennenlernen und eine Beziehung eingehen – allerdings mit sehr unterschiedlichen Vorstellungen davon, was Liebe bedeutet.

Das Buch setzt sich intensiv mit grundlegenden Fragen auseinander: Was ist Liebe eigentlich? Muss sie auf beiden Seiten gleich empfunden werden? Und wie stark prägen gesellschaftliche Normen und Moralvorstellungen unsere Beziehungen? Diese Themen sind ohne Zweifel spannend und relevant.

Trotzdem konnte mich der Roman persönlich nicht erreichen. Der Erzählstil ist sehr ausführlich und oft ausschweifend, mit vielen gedanklichen Reflexionen und inneren Monologen. Für Leserinnen und Leser, die sich gern tief in die Gedankenwelt einer Figur hineinbegeben, mag das reizvoll sein – für mich war es jedoch eher anstrengend.

Auch sprachlich ist das Buch anspruchsvoll, präzise und stark intellektuell geprägt. Das passt zwar zum Inhalt, macht das Lesen aber stellenweise mühsam. Für mich war es keine leichte oder entspannende Lektüre, sondern eher ein Buch, das Konzentration und Geduld erfordert.

Insgesamt ist „Die beste aller Beziehungen“ sicherlich ein literarisch anspruchsvoller Roman, der wichtige Fragen über Liebe und Beziehungen stellt. Wer Freude an tiefgehenden, reflektierenden Texten hat, könnte hier fündig werden. Für mich persönlich war es jedoch nicht die richtige Geschichte.