Szenen einer Beziehung

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schwedenbiene Avatar

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Die Geschichte von einem Paar, das unterschiedlicher nicht sein kann.
Während Er die Sicherheit sucht, hinterfragt Sie Konventionen und
sehnt sich nach der Unabhängigkeit.
Martina, eine junge Studentin aus Stockholm, ist eigentlich nicht so richtig an einer festen Bindung mit Gustav interessiert. Gustav wiederum versucht mit Permanenz, Martina umzustimmen. Doch Martina will sich nicht festlegen, ihr widerstrebt das alte Frauenbild.

Vorweg gesagt: Dieser Roman hat nichts an seiner Frische verloren.

Die Ich-Erzählerin Martina ist noch auf der Suche, Studium und Beruf sind für sie noch nicht
richtig greifbar. Sie weiß eigentlich nur, was sie nicht möchte.
Vor allem will sie keine Selbstaufgabe, nur, weil sie geliebt wird. Sie sträubt sich gegen festgefahrene Vorgaben und gesellschaftliche Erwartungen.
Liebe, Verantwortung und Freiheit werden hier wunderbar reflektiert.
Das alles wird mit einer wunderschönen, reduzierten Sprache atmosphärisch dicht erzählt, mit viel Sinn für die Details des Lebens.
Hier wird die Liebe nicht romantisiert, sondern Hinterfragt.
Vor allem geht es um die Frage: Kann man überhaupt lieben ohne die
eigenen Überzeugungen zu verraten?

Ein kluger Roman, der den Begriff Beziehung auf den Prüfstand stellt.
Der sich mit dem Begriff auseinandersetzt und ehrliche Antworten nicht nur fordert, sondern auch gibt.
Dieses Buch ist traurig und fröhlich, bitter und süß und einfach nur schön.