Komplett anders als erwartet

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nessaja Avatar

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Die Bibliothek meines Großvaters

Kaede liebt ihren an Demenz erkrankten Großvater sehr. Rührend kümmert sie sich um ihn. Ihre gemeinsame Leidenschaft sind Geschichten und Rätsel. Gerade der Opa ist ein brillianter Denker, vermischt aber Realität und „seine“ Welt.
Geschrieben wurde das Buch von Masateru Konishi. Dieses Buch ist sein Debütroman und wurde in Japan ein Bestseller. Es ist der Auftakt einer Trilogie.
Rein optisch ist das Buch ein absoluter Hingucker. Das Cover ist wunderschön und der Farbschnitt absolut stimmig.
Erschienen ist das Buch bei Kiepenheuer und Witsch. Es umfasst 331 Seiten und ist eingeteilt in 6 Kapitel, die dann wieder in unterschiedlich lange Unterkapitel unterteilt sind.
Dies ist das zweite japanische Buch, das ich gelesen habe. Es ist einfach eine andere Art wie erzählt wird und die Charaktere verhalten sich ungewohnt. Ich bin fasziniert, werde aber nicht hundert prozentig warm, zumindest noch nicht.
Von diesem Buch habe ich etwas komplett anderes erwartet und war dann gleichzeitig verwirrt und gebannt. Es geht in diesem Buch weniger um die Liebe zu Büchern, mehr um Geschichten und Rätsel. Vieles erschien mir zu konstruiert, anderes war zu vorhersehbar. Dennoch nahm das Buch immer wieder interessante Wendungen.
Sehr bereichernd fand ich die Beschreibungen über die Krankheit des Opas. Da hat man wirklich gemerkt, dass der Autor sich nicht nur Wissen angelesen hat, sondern Erfahrung damit hat.
Komplett überzeugt hat mich das Buch nicht, eingefangen aber schon. Trotz der wenigen Zeit, die ich eigentlich hatte, war ich doch flott durch. Ob ich es empfehlen kann, weiss ich nicht. Ich bin auch noch nicht sicher, ob ich Band 2 lesen werde. Interessant ist dieer Roman aber auf jeden Fall.