Nostalgie ever!

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mathäs Avatar

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Das Buch „Die Briefeschreiberin“ zeigt auf dem Cover, die Aussicht von Sybil van Antwerb, wenn sie dreimal in der Woche hier sitzt und ihre Briefe an die Verwandtschaft, Bekannte und Freunde schreibt.
Ihr Leben lang schreibt Sybil schon Briefe und mit ihren über siebzig Jahren schreibt sie fleißig weiter. Beim Schreiben kann sie sich besser ausdrücken als in der direkten Kommunikation mit ihren Mitmenschen. Hier habe ich ihre Charakterzüge kennenlernen können und ihre Haltung zur Gesellschaft. Sogar ihrem Nachbar, der neben ihr wohnt, bekommt Briefe.
Es war für mich schön, wieder einmal ein Buch lesen zu können, dass sich diesem Schreibstil angenommen hat. Vieles lässt sich in Briefform erzählen und ausdrücken, die Schreibenden müssen mehr in die Beschreibung über ihre Gefühle und ihre Umgebung reinschreiben als bei direkten Gesprächen. Der Leser der Briefe muss sich vorstellen können, was gefühlt und gesehen wird vom Schreiber. Dadurch, dass es einzelne Briefe sind und diese zeitlich nicht immer chronologisch bei Sybil wieder zurückgesendet werden, muss man sich immer wieder besinnen, was Sybil geschrieben hat. Ich hatte dadurch einen steten Rückblick auf das schon gelesene. Für mich gab es hier einen Mehrwert der Lektüre, eine Vertiefung der Inhalte und kein dahinhuschen. Ich hoffe Virginia Evans belässt es nicht bei diesem einen Buch und würde mich freuen auf mehr aus ihrer Schreibe.