Authentisch, schwer, wunderbar fließend.

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aerdna Avatar

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Hmm...ich bin unentschlossen.
Sehr gut geschrieben, die Leseprobe las sich so flüssig, dass ich gar nicht gemerkt habe, dass ich schon am Ende war.
Aber sie liest sich auch schwer. Die Empfindungen von Antonio, Agata und Anna sind so verknotet, dass bei mir auch ein Knoten im Bauch spürbar wird.

Warum machen Menschen es sich bloß immer so schwer?

Die Figuren sind absolut glaubwürdig und authentisch getroffen, die Beobachtungsgabe der Autorin sehr präzise und pointiert und der Schreibstil hat einen wunderbaren Fluss.
Deshalb die volle Punktzahl, es scheint ein sehr gutes Buch zu sein.

Für mich verbleibt nur die Frage, ob ich das gerade fühlen möchte.

Wir sind erst am Anfang und erfahren hier schon, dass eine Liebe in Hass umschlägt.
Eine Lebensgeschichte, die schon in ihren Anfängen so vertrackt ist, wird meist im Lauf der Jahrzehnte nicht leichter.

Kann ich das gerade?

Doch ich glaube auch, dass man viel aus diesem Buch, aus solchen Geschichten - die, obwohl fiktiv, genau so gut dem Leben entnommen sein könnten - lernen kann.
Wo Schmerz ist, liegt auf der anderen Seite die Chance auf Wachstum; das mag ich sehr.

Das Cover hätte mich nicht unbedingt angesprochen. Es ist hübsch, wirkt hochwertig, aber ist auch nicht außergewöhnlich.