starken, sinnlichen Bildern

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„Mirabellentage“ beginnt leise, aber eindringlich: Mit starken, sinnlichen Bildern vom Dorf, dem Pfarrgarten und dem Mirabellenbaum erzählt Martina Bogdahn von Annas plötzlicher Verwitwung im übertragenen Sinn, dem Tod des Pfarrers Josef, mit dem ihr ganzes Leben verbunden war. Der Stil ist sehr bildhaft, dabei präzise und nie kitschig, Trauer und Humor liegen dicht beieinander. Besonders berührt hat mich, wie in kleinen Alltagsmomenten (Beileidsbriefe, Kinderzeichnungen, Marmeladengläser) Annas Halt und Haltlosigkeit sichtbar werden. Der junge, fremde Pfarrer Fridtjof verspricht einen spannenden Generationen- und Kulturkonflikt. Ein stiller, atmosphärischer Roman, der Lust auf mehr macht.