Vom Norden in den Süden

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biancaneve_66 Avatar

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Das Cover sieht idyllisch aus, mit dem Briefumschlag und der Zitrone. Aber es liegt schon eine Menge Spannung in den ersten Seiten - es knistert zwischen Anna und ihrem Schwager Antonio.
Dem Schreibstil kann man sich kaum entziehen. Sehr lebendig lässt die Autorin die Szenen vor den Augen der Lesenden aufstehen; ob es nun um das Getratsche der Frauen geht, als sie von Annas Tod erfahren, oder ob es der Duft der Soße ist, die Agata in Ihrer Küche zubereitet; und auch Annas Basilikum kann man förmlich riechen.
Auch das Nord-Süd-Gefälle im Italien der frühen Dreißigerjahre ist spürbar. Was für ein Affront: statt ihrer Schwägerin in der Küche zu helfen, bleibt Anna einfach im Wohnzimmer sitzen ...