Die Geschichte einer sagenhaften Frau im Italien der 30er Jahre
Im Roman „Die Briefträgerin“ erzählt Francesca Giannone die Geschichte von Anna, inspiriert durch ihre eigene Urgroßmutter. Anna, frisch vermählt, zieht in den 30er Jahren mit ihrem Ehemann vom italienischen Norden in ein kleines Dorf im Süden des Landes, wo Konventionen eine extrem große Rolle spielen. Dort erwartet die beiden die Familie von Annas Gatten, dessen Bruder samt Ehefrau und halbwüchsiger Tochter. Alle scheinen der Zugereisten irgendwie gefallen zu wollen, und doch stößt sie auch auf Widerstände, denn sie ist anders als der Mainstream, kümmert sich nicht um Vorgaben und geht ihren eigenen Weg., was in der damaligen Zeit mit Sicherheit keinesfalls leicht war! Doch Anna ist selbstbewusst und zieht ihr Ding bis zum Schluss durch, was sie authentisch und sympathisch macht! Die Autorin hat ihre Figuren bis in den kleinsten Nebendarsteller großartig skizziert und die Geschichte in leichtem und doch eindringlichem Schreibstil erzählt, wodurch ich sehr berührt wurde! Perfekte Leseunterhaltung mit tollem italienischen Flair!