Ergreifende authentische Geschichte
Schon das Buchcover an sich sagt viel über die Geschichte des Buches aus. Italien im letzten Jahrhundert. Eine Frau die ihren Weg geht. Sommer 1934. Anna zieht mit ihrem Mann Carlo und Sohn Roberto in dessen Heimatort in den Süden Italiens. Sie wird immer die Fremde genannt, hat sie doch andere Vorstellungen von ihrem Leben als der große Teil des Dorfes. In ihrem Schwager Antonio findet sie einen Seelenverwandten, der immer auf ihrer Seite zu stehen scheint. So wird Anna die erste Briefträgerin Italiens. In der Zwischenzeit baut ihr Mann erfolgreich ein Weingut auf. Das Buch wird über 18 Jahre erzählt, die Jahre rasen manchmal fast zu schnell durch. Die einzelnen beschrieben Abschnitte zum Beispiel das der Briefträgerin an sich oder wie sie ein Frauenhaus aufgebaut hat, lassen in bisschen an Tiefe vermissen, was sehr schade ist, da der Schreibstil sehr angenehm zu lesen ist. Beeindruckend ist, dass es sich in diesem Buch um die Urgroßmutter der Autorin handelt. Alles in allem ein durchaus lesenswertes Buch