Italien und seine erste Briefträgerin

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Ein warmes Buch, das die Leserin auf eine Zeitreise durch ein italienisches Dorf von 1934 bis 1961 mitnimmt. Etwas erschreckend ist, dass zu Beginn gleich die Protagonistin verstorben ist. Das Buch besteht aus einer Rückblende und startet mit der Ankunft von Anna im Jahre 1934 in einem kleinen süditalienischen Dorf, in dem jeder jeden kennt und die Fremde misstrauisch beäugt wird. Sie wird nicht so richtig heimisch, fühlt sich nicht gebraucht und ergreift deshalb die Gelegenheit, als ein neuer Briefträger gesucht wird, sich zu bewerben. Durch ihre zugewandte Art (liest z.B. denjenigen die Briefe vor, die des Lesens nicht mächtig sind) bekommt sie einen anderen Status im Dorf. Trotzdem wird sie immer die ungewöhnliche Frau aus dem Norden bleiben. Dazu trägt auch die Freundschaft mit Giovanna bei. Besonders ist, dass es diese Frau wirklich gegeben hat. Die Autorin schreibt nämlich über ihre Urgroßmutter und setzt ihr damit ein kleines Denkmal.