Was für eine wunderbar emanzipierte Frau

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luckynelli Avatar

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Nachdem ich Klappentext und Leseprobe gelesen hatte, hatte mich das Buch direkt gefangen. Mehr wollte ich gerne wissen und dann konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Die Geschichte spielt in Süditalien in den Jahren 1934 - 1961. Anna, aus Norditalien, kommt mit ihrem Mann Carlo in dessen Heimatstadt in Süditalien. Hier trifft sie auf seine alten Bekannten und auf seinen Bruder Antonio und dessen Familie. Antonio ist sofort von Anna inspiriert und begeistert. Auch als sie sich über die herkömmlichen Konventionen - Frauen hören an den Herd und machen keinen Job - hinweg setzt, unterstützt er sie, zum Ärger seiner Frau. Carlo lebt sich schnell wieder ein, wird Weinbauer und ist erfolgreich. Auch trifft er auf seine alte Liebe Carmela, die er damals ohne ein Wort verlassen hat, und nach Norditalien gegangen ist. Carlo kann seine Frau nicht immer verstehen, sie streiten, da er ihre emanzipierte Haltung nicht nachvollziehen kann und in den alten Konventionen der Gesellschaft verhaftet ist. Anna kämpft für ihren Job als Briefträgerin und trifft dort auf die verschiedensten Menschen. Sie ist hilfsbereit und bietet Giovanna Zuflucht als diese misshandelt wird. Sie macht sich für die Wahlrechte der Frauen stark und als Carlo verstirbt, sagt er auf dem Sterbebett, sie solle sich für ihr Projekt, ein Frauenhaus, einsetzen und das eigene Geld dafür nutzen. So sei sie von der Politik unabhängig.

Was für ein wunderbares Buch, toll geschrieben mit starken Protagonisten, eine Familiengeschichte, die so spannend ist, wie das Leben. Ich habe jede Seite verschlungen und kann sie nur empfehlen.