Wundervolle Geschichte aus dem Leben einer emanzipierten Frau

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isabell Avatar

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Anfang der Dreißiger Jahre war es mit der Emanzipation der Frauen auch in Italien noch nicht weit her und genau dann und dort spielt die Geschichte von Francesca Giannones Roman "Die Briefträgerin". Als es noch üblich war, dass verheiratete Frauen nicht arbeiten gingen und zu Hause sich um Familie und hoffentlich viele Kinder kümmern, stellt Anna die Vorstellungen in dem kleinen Dorf, in das sie mit Eheman und Kind zieht, auf den Kopf. Sie hat ein Kind durch Kindsbetttod verloren und fühlt sich im Dorf, in dem jeder jeden kennt und alle ihre Geheimnsse haben sowie jeden insbesondere "Fremde" aufs genaueste beobachten, nicht besonders wohl. Mit ihrer erfolgreichen Bewerbung als Briefträgerin ist sie zwar immer noch die Fremde, aber nun verdient sie ihr eigenes Geld und hat ein eigenes Leben, was nicht von der Familie bestimmt wird. Auch wenn sie ihren Ehemann sehr liebt, fühlt sie sich von ihm oft nicht verstanden, denn ihr Schwager ist ihr gefühlt näher, da er auch ein Faible für Bücher hat. Doch nicht nur durch ihren Beruf macht Anna von sich reden, sondern auch durch ihre Kleidung und ihre Ansichten. Ich habe es genossen diesen Roman über die emanzipierte Anna zu lesen und sie kann heute noch als Vorbild für Frauen dienen. Ich würde sehr gerne mehr als fünf Sterne vergeben, wenn ich könnte.