Für Genrefans einen Blick wert
Im Mittelpunkt stehen drei sehr unterschiedliche Figuren. Ria ist eine Diebin, die sich etwas zu tief in Konflikte mit Mafiaverbindungen begibt, Vico ist der drogensüchtige Sprössling einer solchen zwielichtigen Familie, der aber seinem Vater nie genügen konnte. Nobu ist ein Assassine, der über Leichen geht.
Diese drei Geschichten laufen zunächst unabhängig voneinander, verknüpfen sich jedoch mit der Zeit. An sich mag ich das auch gern.
Hier war es mir etwas zu gewollt komplex. Man merkt, dass der Autor sich ganz viel Mühe gemacht hat mit dem Worldbuilding, aber da er klassische Erzähltricks vermeidet (bspw. ein Außenseiter kommt an einen für ihn neuen Ort und lernt mit dem Leser zusammen die Regeln) ist es mühsam ihm zu folgen. Es gibt größtenteils keine Erklärung, also muss man sich selbst zusammenreimen wie die Zusammenhänge zwischen verfeindeten Familien, Ethnien, Nebenfiguren etc. sind. Lange ist gar nicht klar wohin die Handlungsstränge überhaupt führen. Die drei Hauptcharaktere sind auch noch in unterschiedlichen Weltabschnitten unterwegs. Zweimal angelehnt an Italien, einmal an Japan. Ich hatte also manchmal das Gefühl 2-3 Geschichten gleichzeitig zu lesen. Das macht es schwer nachvollziehbar und besonders mit den vielen Namen der Nebencharaktere hatte ich Probleme. Es gibt sehr viele Fremdwörter, die man nachschlagen müsste. Da gibt es auch ein Glossar und ein Namensverzeichnis, das war mir im ebook jedoch zu mühsam. Auch die Karte habe ich am Anfang gesehen und dann nie wieder. Das würde ich in einem gedruckten Buch anders machen.
Es war mir dadurch recht egal wer jetzt wen weswegen verprügelt und ich habe meine Verständnisprobleme zwischendurch einfach ignoriert. Denn trotzdem sind gute Ansätze da. Ich habe immer wieder über humorvolle Formulierungen geschmunzelt und habe interessante Gedanken gefunden. Die Charaktere sind genretypisch Antihelden mit Ecken und Kanten.
Man braucht definitiv Durchhaltevermögen und den Willen sich in die Welt einzuarbeiten. Die 680 Seiten lesen sich nicht mal eben so schnell weg. Insofern ein bisschen viel gewollt, aber für Genrefans einen Blick wert.
Diese drei Geschichten laufen zunächst unabhängig voneinander, verknüpfen sich jedoch mit der Zeit. An sich mag ich das auch gern.
Hier war es mir etwas zu gewollt komplex. Man merkt, dass der Autor sich ganz viel Mühe gemacht hat mit dem Worldbuilding, aber da er klassische Erzähltricks vermeidet (bspw. ein Außenseiter kommt an einen für ihn neuen Ort und lernt mit dem Leser zusammen die Regeln) ist es mühsam ihm zu folgen. Es gibt größtenteils keine Erklärung, also muss man sich selbst zusammenreimen wie die Zusammenhänge zwischen verfeindeten Familien, Ethnien, Nebenfiguren etc. sind. Lange ist gar nicht klar wohin die Handlungsstränge überhaupt führen. Die drei Hauptcharaktere sind auch noch in unterschiedlichen Weltabschnitten unterwegs. Zweimal angelehnt an Italien, einmal an Japan. Ich hatte also manchmal das Gefühl 2-3 Geschichten gleichzeitig zu lesen. Das macht es schwer nachvollziehbar und besonders mit den vielen Namen der Nebencharaktere hatte ich Probleme. Es gibt sehr viele Fremdwörter, die man nachschlagen müsste. Da gibt es auch ein Glossar und ein Namensverzeichnis, das war mir im ebook jedoch zu mühsam. Auch die Karte habe ich am Anfang gesehen und dann nie wieder. Das würde ich in einem gedruckten Buch anders machen.
Es war mir dadurch recht egal wer jetzt wen weswegen verprügelt und ich habe meine Verständnisprobleme zwischendurch einfach ignoriert. Denn trotzdem sind gute Ansätze da. Ich habe immer wieder über humorvolle Formulierungen geschmunzelt und habe interessante Gedanken gefunden. Die Charaktere sind genretypisch Antihelden mit Ecken und Kanten.
Man braucht definitiv Durchhaltevermögen und den Willen sich in die Welt einzuarbeiten. Die 680 Seiten lesen sich nicht mal eben so schnell weg. Insofern ein bisschen viel gewollt, aber für Genrefans einen Blick wert.