Spannende Idee, starke Figuren, aber zu komplex erzählt
Fantasy muss nicht immer von epischen Schlachten, Königreichen und großen Heldentaten handeln. Auch die Welt der organisierten Kriminalität bietet spannende Motive. Macht, Loyalität, Intrigen, Verrat und vieler Grauzonen sind nur einige Beispiele. Die Verbindung beider Elemente verspricht auf alle Fälle eine düstere Fantasywelt, in der Magie und kriminelle Machenschaften aufeinandertreffen.
Ferro Frost ist ein deutscher Fantasyautor aus Düsseldorf. Er schreibt sowohl High Fantasy als auch Grimdark Fantasy. Zu seinen Werken gehören die „Andral Chroniken“ und andere Geschichten, die in seiner Welt der Penduli angesiedelt sind. Auch sein neuer Roman, "Die dem Echo trotzen", spielt in dieser Welt und verbindet all das oben beschriebene zusätzlich mit Samurai und dem damit einhergehenden Ehrbegriff. Das Buch ist am 01.09.2026 im Selbstverlag erschienen.
Der Inhalt
Im Buch folgen wir zuerst der Geschichte um Ria, einer talentierten Diebin mit starken Psi-Kräften bei einem Einbruch mit Hindernissen. Ausgehen von diesem Einbruch sucht Ria neue Ziele und findet dabei ein vermeintlich leichtes Opfer. Dabei handelt es sich um die zweite Hauptfigur, Vico. Vico ist ein Lebemann und genießt das Leben als Sohn eines Anführers der Unterwelt. Ria und andere Vorkommnisse verlangen aber bald eine Entscheidung. Der dritte im Bunde ist ein Meuchelmörder, Nobu. Der ist auf einer persönlichen Vendetta und auf dem ersten Blick nur nebenbei mit den beiden Hauptfiguren verbunden. Die drei müssen bald feststellen, dass nicht alles ist, wie es scheint und es bilden sich merkwürdige Allianzen in der Stadt und darüber hinaus, denn die eigene Stadt ist für Ria nicht länger sicher und sie lernt neue Städte und Kulturen kennen.
Handwerkliches
Die Grundidee und die düstere Welt mit vielen Grauzonen sind wirklich spannend. Leider verliert sich der Roman stellenweise in seinem eigenen Worldbuilding. Zahlreiche Begriffe, Völker, Sprachen und eine ungewohnte Zeitrechnung werden eingeführt, ohne immer ausreichend erklärt zu werden. Zusammen mit den häufigen Perspektivwechseln entsteht dadurch mitunter ein unnötig komplizierter Erzählfluss. Auch die Verbindung der verschiedenen kulturellen Einflüsse wirkt nicht immer ganz stimmig, sondern eher wie ein Nebeneinander unterschiedlicher Elemente. Die Figuren, absolut gelungen und mit schöner Entwicklung, und actionreichen Szenen können darüber hinweghelfen, dennoch hätte der Geschichte an einigen Stellen etwas mehr Klarheit und weniger Komplexität gutgetan. Ich hatte zwischenzeitlich das Gefühl, dass hier zwei Geschichten nebeneinander erzählt werden, die besser in jeweils ein eigenes Buch gepasst hätten.
Fazit
„Die dem Echo trotzen“ ist ein ambitionierter und ungewöhnlicher Fantasyroman, der mit seiner Mischung aus Unterwelt, Magie und Samurai-Elementen durchaus aus der Masse heraussticht. Besonders die Figuren und ihre Entwicklungen konnten mich überzeugen. Gleichzeitig macht sich der Roman durch sein sehr umfangreiches Worldbuilding und die Vielzahl an Handlungssträngen das Leben stellenweise selbst schwer. Weniger wäre hier an manchen Stellen mehr gewesen. Wer komplexe Fantasy mit vielschichtiger Welt und moralischen Grauzonen mag, sollte dem Buch dennoch eine Chance geben.
Ferro Frost ist ein deutscher Fantasyautor aus Düsseldorf. Er schreibt sowohl High Fantasy als auch Grimdark Fantasy. Zu seinen Werken gehören die „Andral Chroniken“ und andere Geschichten, die in seiner Welt der Penduli angesiedelt sind. Auch sein neuer Roman, "Die dem Echo trotzen", spielt in dieser Welt und verbindet all das oben beschriebene zusätzlich mit Samurai und dem damit einhergehenden Ehrbegriff. Das Buch ist am 01.09.2026 im Selbstverlag erschienen.
Der Inhalt
Im Buch folgen wir zuerst der Geschichte um Ria, einer talentierten Diebin mit starken Psi-Kräften bei einem Einbruch mit Hindernissen. Ausgehen von diesem Einbruch sucht Ria neue Ziele und findet dabei ein vermeintlich leichtes Opfer. Dabei handelt es sich um die zweite Hauptfigur, Vico. Vico ist ein Lebemann und genießt das Leben als Sohn eines Anführers der Unterwelt. Ria und andere Vorkommnisse verlangen aber bald eine Entscheidung. Der dritte im Bunde ist ein Meuchelmörder, Nobu. Der ist auf einer persönlichen Vendetta und auf dem ersten Blick nur nebenbei mit den beiden Hauptfiguren verbunden. Die drei müssen bald feststellen, dass nicht alles ist, wie es scheint und es bilden sich merkwürdige Allianzen in der Stadt und darüber hinaus, denn die eigene Stadt ist für Ria nicht länger sicher und sie lernt neue Städte und Kulturen kennen.
Handwerkliches
Die Grundidee und die düstere Welt mit vielen Grauzonen sind wirklich spannend. Leider verliert sich der Roman stellenweise in seinem eigenen Worldbuilding. Zahlreiche Begriffe, Völker, Sprachen und eine ungewohnte Zeitrechnung werden eingeführt, ohne immer ausreichend erklärt zu werden. Zusammen mit den häufigen Perspektivwechseln entsteht dadurch mitunter ein unnötig komplizierter Erzählfluss. Auch die Verbindung der verschiedenen kulturellen Einflüsse wirkt nicht immer ganz stimmig, sondern eher wie ein Nebeneinander unterschiedlicher Elemente. Die Figuren, absolut gelungen und mit schöner Entwicklung, und actionreichen Szenen können darüber hinweghelfen, dennoch hätte der Geschichte an einigen Stellen etwas mehr Klarheit und weniger Komplexität gutgetan. Ich hatte zwischenzeitlich das Gefühl, dass hier zwei Geschichten nebeneinander erzählt werden, die besser in jeweils ein eigenes Buch gepasst hätten.
Fazit
„Die dem Echo trotzen“ ist ein ambitionierter und ungewöhnlicher Fantasyroman, der mit seiner Mischung aus Unterwelt, Magie und Samurai-Elementen durchaus aus der Masse heraussticht. Besonders die Figuren und ihre Entwicklungen konnten mich überzeugen. Gleichzeitig macht sich der Roman durch sein sehr umfangreiches Worldbuilding und die Vielzahl an Handlungssträngen das Leben stellenweise selbst schwer. Weniger wäre hier an manchen Stellen mehr gewesen. Wer komplexe Fantasy mit vielschichtiger Welt und moralischen Grauzonen mag, sollte dem Buch dennoch eine Chance geben.